Neues aus Buechnerland

24.7.2009

Luise Büchner

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Luise Büchner (* 12. Juni 1821 in Darmstadt; † 28. November 1877 in Darmstadt) war eine deutsche Frauenrechtlerin und Autorin. Sie war die Tochter des Chirurgen Dr. Ernst Büchner und die Schwester von Georg Büchner, Ludwig Büchner, Wilhelm Büchner und Alexander Büchner. Durch einen Unfall war Luise gehbehindert; als kleines Kind war sie ihrem Kindermädchen aus dem Arm gefallen. Dabei zog sie sich eine Rückenverkrümmung zu, die sie zeitlebens behinderte. Autodidaktisch hatte sie sich umfangreiches Wissen vor allem in Literatur, Mythologie, Geschichte und Fremdsprachen angeeignet. Nach dem Tod der Eltern lebt sie zusammen mit ihrer ebenfalls ledigen Schwester Mathilde (* 1815, † 1888) im Haushalt des Bruders und Arztes Ludwig Büchner. Sie vertrat in ihren Schriften besonders den Bildungs- und Berufsanspruch der Frau. Zusammen mit Großherzogin Alice gründete sie 1867 den Alice-Frauenverein in Darmstadt, dessen Vizepräsidentin sie bis 1877 war. Ziel des Vereins war, die bisher nur karitativ ausgeübte Pflege von Kranken und Verwundeten zum bezahlten Frauenberuf zu machen und sich für die Bildung und Erwerbstätigkeit der Frauen einzusetzen. Der Verein schuf neben dem „Alice-Bazar“ zum Verkauf von Produkten der Frauenarbeit ein Lyzeum, eine Industrieschule und ein Seminar für Handarbeitslehrerinnen. Aus Anlass einer Konferenz des  preußischen Kultusministeriums wird Büchner 1873 als erste Frau gebeten, zu den Unterrichts- und Erziehungsfragen in der Mädchenschulbildung eine Stellungnahme vorzulegen. Luise Büchner wird heute noch neben Luise Otto oder Fanny Lewald als eine der bahnbrechenden Frauen des 19. Jahrhunderts angesehen.

Nach ihr ist die Bibliothek des Deutschen Frauenrings benannt.

Werke

•          Aus dem Leben. Erzählungen aus Heimath und Fremde
•          Die Frauen und ihr Beruf
•          Weihnachtsmärchen
•          Ein Dichter
•          Gebildet, ohne gelehrt zu sein

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