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Peter Brunners Buechnerblog

Alexander Büchner

Alexander Karl Ludwig Büchner (* 25. Oktober 1827; † 7. März 1904 in Hannover) war ein deutsch-französischer Schriftsteller und Professor der Literaturgeschichte. Alexander Büchner war nach einem Jurastudium in Gießen „Accessist” am Landgericht Langen (Hessen) geworden. 1851 wurde ihm der„Acceߔ wegen staatsfeindlicher Gesinnung entzogen. Er hatte sich in London mit exilierten 48er-Revolutionären getroffen und war verraten worden. Alexander ging nach München, um dort Sprachen und Literatur zu studieren, und habilitierte sich 1852 als Privatdozent an der philosophischen Fakultät zu Zürich. Auf Vermittlung des Darmstädter Mitrevolutionärs und Freundes Dr. med. Wilhelm Zimmermann, der selbst dort im Exil lebte, konnte er 1855 Lehrer für neuere Sprachen am College Notre Dame in Valenciennes werden. Er trat 1857 in den französischen Staatsdienst und war seit 1862 Professor der fremden Literaturen zu Caen. Im Jahre 1870 nahm er die französische Staatsbürgerschaft an. Seine Arbeiten in französischer Sprache gehören zu den frühen Arbeiten der Komparatistik. Wie sein Bruder Ludwig war auch Alexander „Meister” am Freien Deutschen Hochstift.

Werke

in deutscher Sprache

•          Geschichte der englischen Poesie (Darmstadt 1855, 2 Bände)

•          Französische Litteraturbilder (Frankfurt am Main 1858, 2 Bände)

•          Lautverschiebung und Lautverwechselung, Abhandlung über deutsche Phonologie (Darmstadt 1863)

•          Jean Paul in Frankreich (Stuttgart 1863)

•          Der Wunderknabe von Bristol (Leipzig 1861)

•          Chatterton, Lord Byrons letzte Liebe (Novellen, Leipzig 1862)

•          Das „tolle” Jahr. Vor, während und nach 1848 (Erinnerungen, Gießen 1900)

in französischer Sprache

•          L’école romantique et la jeune Allemagne

•          Le roman réaliste en Allemagne

•          Les comédies de Shakespeare (Caen 1864)

•          Hamlet le Danois (Paris 1878)

Literatur

Büchner, Alexander: Ausgewählte Schriften. Hrsg. v. Ludwig Fertig. Darmstadt, Gesellschaft Hessischer Literaturfreunde, 2005. 239 S., ISBN 3-87390-194-3

Lange, Thomas: Vaterlandslos in zwei Nationen – Alexander Büchners Wege zwischen Deutschland und Frankreich. In: Matthias Gröbel / Manfred H. W. Köhler / Thomas Lange / Cordelia Scharpf: „Fortschritt der Menschheit in der Entwicklung des Menschen“ – Georg Büchners Geschwister in ihrem Jahrhundert. Darmstadt 2012, S. 412 – 541.

Lange, Thomas: Georg Büchner in Frankreich. Vom „französischen Hamlet“ zum „Instrument gelungener Kollaboration“. Wahrnehmung und Wirkung 1845 – 1947. Marburg, Jonas Verlag, 2015. ISBN 978-3-89445-509-5. 127 S., ca. 25 Abb., Broschur. 20 € (http://geschwisterbuechner.de/2015/09/19/thomas-lange-georg-buechner-in-frankreich/)

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2 Kommentare

  1. Thomas Lange

    2.6.2019 at 22:16

    Lieber Herr Brunner,
    diser Titel würde sich doch neben Ludwig Fertig ganz gut ausmachen:
    Thomas Lange: Vaterlandslos in zwei Nationen – Alexander Büchners Wege zwischen Deutschland und Frankreich. In: Matthias Gröbel / Manfred H. W. Köhler / Thomas Lange / Cordelia Scharpf: „Fortschritt der Menschheit in der Entwicklung des Menschen“ – Georg Büchners Geschwister in ihrem Jahrhundert. Darmstadt 2012, S. 412 – 541.

  2. peter brunner

    3.6.2019 at 09:26

    Danke für den Hinweis! Ich hab’s ergänzt und auch gleich noch Ihre Arbeit über Alexander in Frankreich ergänzt.

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