Peter Brunners Buechnerblog

Kategorie: Georg Büchner (Seite 22 von 48)

Die Zerstörung Darmstadts 1944 forderte nicht nur Menschenopfer

Darmstadt bereitet sich auf die Erinnerung an die Zerstörung der Stadt am 11. September 1944 vor. Natürlich haben die Kriege auch Einfluss auf das Leben der Büchners und ihrer Nachfahren genommen; der entsetzliche Bombenangriff auf die Stadt kostete das Leben der Familie Georg Büchners (* 1862), Ludwig Büchners ältestem Sohn, mit dessen Ehefrau Marie geb. Schenk (*1873) und ihrer Tochter Viktoria (*1893).

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Grabstein von Ludwig Büchers Sohn und dessen Familie 
auf dem Darmstädter Alten Friedhof

 

Ludwig Büchners erstes Kind, die Tochter Mathilde (1860 – 1939), war mit Gustav Buss (1858 – 1934) verheiratet. Ihre Tochter Sophie war seit 1921 mit Karl Soeder verheiratet und hatte drei Kinder, Susanne (*1922), Friedrich (*1925) und Peter (*1929). Diese Familie lebte im Büchnerschen Haus in der Hoetgesstraße, in unmittelbarer Nähe zu St. Ludwig, der unübersehbaren katholischen Kirche mit ihrer runden Kuppel. Am Tag des Angriffs war Friedrich als Soldat im Krieg. Fast wunderbar ist, dass – mitten in Darmstadt – die ganze Familie überlebte. Peter Soeder hat mir erzählt, dass die Rettung der Familie ein Feuerlöschteich war, der vor der Kirche angelegt war, in den sie sich retten konnten und dort den schrecklichen Feuersturm überlebten.

Die große Schwester war in dem Moment, als die Familie das brennende Haus  verließ, an der Schwelle stehengeblieben und hatte wie in einer Eingebung versucht, wenigstens irgendeine Erinnerung zu retten. Sie entschied sich für das Bild Georg Büchners, das im Wohnzimmer an der Wand hing. (Zur Geschichte dieses Bildes habe ich hier bereits mehrfach geschrieben, zuletzt hier.) Sie lief zurück ins brennende Haus, griff nach dem gerahmten Bild und stürzte damit zurück auf die Straße. Der entsetzliche Feuersturm, von dem alle Überlebenden mit Grausen berichten, war so stark, dass das Bilderglas zerbrach und das Papier Feuer fing: sie sah das verkohlende Blatt vor ihren Augen verschwinden.

 

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Fotografie des verlorenen Bildes. Angefertigt von Ernst Büchner
anlässlich Georg Büchners 100. Geburtstag 1913

In den letzten Monaten haben wir häufig spekuliert und beklagt, wie immens der Verlust an Material zur Büchnergeschichte ist, den diese Nacht gekostet hat – bei den Büchners muss es eine Unmenge an Korrespondenz der Geschwister gegeben haben, vielleicht auch noch Material über Georg Büchner, sicher den Briefwechsel mit seiner Verlobten. Immerhin sind die überlieferten Manuskripte Georg Büchners über die Bergemann-Werkausgabe im Insel-Verlag und Anton Kippenbergs Überlassung ans Weimarer Archiv erhalten geblieben.

Es steht natürlich außer Frage, dass angesichts der tausenden von Toten die Klage um verlorenes Papier lächerlich wirkt und unverhältnismäßig scheint; dass Kriege als Kollateralschaden immer auch Erinnerungen zerstören, gehört zu ihrer entsetzlichen Routine.

 

Im Darmstädter Kunstarchiv im Literaturhaus eröffnet am 11. September eine Ausstellung:

 

„Das Feuer fraß die halbe Stadt …“
Bilder zur Darmstädter Brandnacht

Karl Deppert, Willi Hofferbert, Annelise Reichmann, Marcel Richter, Lothar Toller, Ernst Vogel u.a. und Fotos von der zerstörten Stadt

Do., 11. – Fr., 26. SeptemberLiteraturhaus, Kunst Archiv im 1. OG

Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr, 10-13 Uhr, Do 10-18 Uhr

Ausstellungseröffnung: 11. September 2014, 17 Uhr
Zur Eröffnung spricht der Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt, Jochen Partsch

Stadtzerstörung vor 70 Jahren

Das Datum des 11. Septembers 1944 markiert den schlimmsten und nachhaltigsten Einschnitt in die Geschichte unserer Stadt! Am Ende des 2. Weltkrieges wurde Darmstadt zu fast 80 % zerstört, die Altstadt völlig ausradiert und 12.000 Menschen verloren bei dem vernichtenden Fliegerangriff ihr Leben. Aus eigenem Erleben der Brandnacht und inmitten der entstandenen Darmstädter Trümmerlandschaft malten Künstler ihre traumatischen Erlebnisse und bannten den Schrecken aufs Papier oder die Leinwand.

Im Zentrum der Ausstellung stehen, neben den Fotos der zerstörten Stadt, der siebenteilige Temperazyklus von Karl Deppert, das große Triptychon „11./12. September 1944“ von Ernst Vogel und die Darmstädter Ruinen-Landschaften von Annelise Reichmann.

Die Ausstellung ist eingebunden in eine Vielzahl von Veranstaltungen zum Gedenken an die Brandnacht vor 70 Jahren.

Eintritt frei

Kunst Archiv Darmstadt e.V.
Tel. 06151 / 291619
E-Mail: info@kunstarchivdarmstadt.de
Internet: www.kunstarchivdarmstadt.de

Die Ausstellung ist eine Kooperation des Kulturamtes der Stadt Darmstadt, des Stadtarchiv Darmstadt und des Kunst Archiv Darmstadt e.V.

SPeterBrunner

von Peter Brunner

„Georg Büchner and Sigmund Freud reveal striking parallels …,”

Soeben erscheint als Beitrag in den

August 2014

Gerhard Hildebrandt, Christina Ruppert, Martin N. Stienen, Werner Surbeck:

Georg Büchner, Sigmund Freud and the “Schädelnerven” (cranial nerves) – research on the brain and soul in the 19th century

Ich freue mich außerordentlich, dass dieser lange vernachlässigten Fährte nachgegangen wird.

Freud veröffentlichte 1882: „Ueber den Bau der Nervenfasern und Nervenzellen beim Flusskrebs” (On the structure of the nerve fibers and nerve cells in crayfish), einen Text, zu dem mir im März 2011 die Sigmund Freud Privatstiftung noch mitteilte „Aufgrund der Recherche zu Ihrer Anfrage muss ich Ihnen leider mitteilen, dass wir die Promotion bzw. eine Kopie davon leider nicht besitzen. Auch in den Mitteilungen der Akademie der Wissenschaften werden Freuds Arbeiten nicht als Promotion geführt und die Biographen selbst geben auch keinen Hinweis darauf.”

Ich habe den Text schließlich selbst gefunden und sowohl dem Archiv wie dem Freud-Museum zur Verfügung gestellt. S. Freud promovierte mit der Arbeit


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Über den Bau der Nervenfasern und Nervenzellen beim Flusskrebs.Vorgelegt in der Sitzung am 15. Dezember 1881.
Veröffentlicht in „Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften.” LXXXV Band, III. Abtheilung, Jahrgang 1882, Heft I bis V. Wien 1882. S. 9 – 46. Mit einer Tafel

Im Abstract der neuen Untersuchung heißt es:

Review of the biographies and medical-scientific, as well as philosophical publications, of Georg Büchner and Sigmund Freud reveal striking parallels between the two researchers in addition to common insights that have  generally been ignored or only marginally addressed in the past. Both should be appreciated and remembered as forerunners of today’s neuroscientific community.

Der Aufsatz endet:

Freud was not the first to make the unconscious mind the object of his reflections, but he was the first to develop a structured theory about it. Central for him was the insight that there lay a certain meaningfulness in the symptoms and suffering of his patients. He noticed that the revelation of the contents of the unconscious through free association and engagement with their dreams led to alleviation of symptoms. He therefore saw a central role for psychoanalysis in the discovery of autobiographical contents. To understand dream processes and the formation of neuroses, he designed a model of the “normal” functioning of the psychic apparatus and realized that inner psychological processes follow different rules from what the external reality would suggest. With this Büchner’s idea of the fateful determinism of man experienced a breath of relief from his ”conditio humana.”.

 

 

 

SPeterBrunner

 

von Peter Brunner

Wenn die Bühne nicht zum Zuschauer kommt …

 

… müssen sich die Zuschauer auf den Weg des Propheten machen und zur Bühne kommen.

Das hat sich auch Christian Suhr gedacht und ermöglicht daher schnellentschlossenen Theater- und /oder Büchner-Junkies, eine Aufführung des zu recht hochgelobten multinationalen Büchnerprojektes „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ im polnischen Poznan zu besuchen.

Hier findet sich das Manuskript zu einem Feature im Deutschlandfunk, hier eine Besprechung im Darmstädter Echo zur Frankreichtournee und hier eine Ankündigung der Aufführung der FNP im Darmstädter Staatstheater vom Februar 2014.

Ich konnte die Uraufführung sehen, weiß, dass Erfahrung und Routine die Inszenierung noch verbessert haben und werbe daher mit Vergnügen für zahlreiche Teilnahme und zügige Anmeldung:

 

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SPeterBrunner
von Peter Brunner

L’étrange Mr „L”

Das schöne Waldersbacher Musee Oberlin lädt zu einem Vortrag der geschätzten Marie-Thérèse Fischer ein:

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Frau Fischer hat uns kürzlich hochkompetent und beeindruckend engagiert durch ein Stück „Ihres“ Elsaß geführt.

 

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M-T. Fischer in der Waldersbacher Kirche, vor der Kanzel von der Lenz predigte 

 

Es freut mich sehr, dass der Aufenthalt von Jakob Michael Lenz bei Oberlin, der durch Georg Büchners Novelle verewigt ist, auf diese Art und Weise auch ein Teil der Erinnerung in Waldersbach bleibt.

SPeterBrunner

 

von Peter Brunner

Das Veranstaltungsprogramm der Luise Büchner-Gesellschaft e.V. Herbst 2014

Freitag, 5. September
Literaturhaus (Kennedy-Haus), Kasinostr. 3
Haus der offenen Tür und Fest im Literaturhaus

Die Luise-Büchner-Bibliothek im 2. Stock steht zwischen 16 und 18 Uhr offen zur Besichtigung und zum Stöbern nach Literatur von und über Frauen. Ab 16.30 Uhr stellt Jutta Schütz die Frauenrechtlerin Luise Büchner als Lyrikerin mit einer Lesung aus dem Gedichtband „Frauenherz“ vor. Ab 18 Uhr literarisch/musikalisches Programm im Vortragssaal.

Dienstag, 30. September um 19 Uhr
Literaturhaus (Kennedy-Haus), Kasinostr. 3
Lulu und die anderen – Frank Wedekinds Frauen und die Bohème

mit Cornelia Bernoulli und Bruno Hetzendorfer (München)

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts provozierte Frank Wedekind den Literatur- und Bühnenbetrieb mit seinem neuen Stil. Seine drastischen und freizügigen Texte wurden oft von der Zensur verboten. Die szenisch-musikalische Lesung anlässlich des 150. Geburtstags von Frank Wedekind schlägt einen rasanten Bogen mit Szenenausschnitten, Liedern, Tagebuchnotizen und Briefen des Autors, Kabarettisten und Schauspielers. Dem gegenüber stehen Zeugnisse und Zitate verschiedener Zeitgenossen; insbesondere von Frauen aus seinem Leben.
Gemeinsame Veranstaltung mit der Wedekind-Gesellschaft und der Leitung des Literaturhauses.
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro

Sonntag, 12. Oktober 16 – 19 Uhr
Von der Grafenstraße zum Alten Pädagog –  der Schulweg der Büchnergeschwister
Treffpunkt: Ecke Grafenstraße/Elisabethenstrasse um 16 Uhr

Alle vier Söhne des Medizinalrats Ernst Büchner und seiner Frau Caroline besuchten das Darmstädter  Gymnasium. Für die Töchter, Mathilde und Luise war dagegen der Zugang zur höheren Schulbildung versperrt. Auf einem kurzen Spaziergang mit Agnes Schmidt und Peter Brunner werden an diesem Nachmittag die Schulwege der Büchnergeschwister nachempfunden. Anschließend (17 Uhr) lesen Ute Meissner-Ohl und Sigrid Schütrumpf (angefragt) im Pädagogkeller Texte zum Schulunterricht von Mädchen und Jungen im 19. Jahrhundert.
Musikalische Begleitung: Hans-Willi Ohl und Edgar Illert.
Teilnahmegebühr für beide Veranstaltungen 10 Euro, für Mitglieder 5 Euro

Freitag, 17. Oktober
Theaterbesuch in Riedstadt/ Leeheim.
Georg Büchners  201. Geburtstag feiert die Leeheimer  Büchnerbühne mit der Uraufführung des Stückes Aretino – eine Fiktion von Büchnerbiograph Jan-Christoph Hauschild. Vor der Aufführung planen wir ein Treffen mit dem Autor. Für unsere Mitglieder werden wir  30 Eintrittskarten reservieren lassen.  Bitte melden, wenn Sie mitkommen möchten. Die Karten kosten 15 Euro. Gern organisieren wir Fahrgemeinschaften. Uhrzeit  wird noch bekannt gegeben!
Anmeldung bis 30. September bei Frau Ilse Kuchemüller, Tel.: 06151/44400;
Email: ilse.kuchemueller@t-online.de

Montag, 27. Oktober um 18 Uhr
Haus der Geschichte (Hess. Staatsarchiv), Karolinenplatz, Vortragssaal
Bertha von Suttner – die Mahnerin gegen den Krieg
Vortrag von Dr. Laurie R. Cohen, Universität Innsbruck

In allen Epochen der Friedensbewegungen wurden die WortführerInnen verhöhnt. Bertha von Suttner wurde, gerade weil sie eine Frau gewesen ist, besonderer Spott zuteil. Die Historikerin Laurie R. Cohen wird in ihrem Vortrag anhand von bisher nicht bekannten Quellen neue Facetten des Lebens und Wirkens dieser außergewöhnlichen Frau zeigen.
Gemeinsame Veranstaltung mit dem Historischen Verein für Hessen
Eintritt frei

Sonntag, 2. November um  18 Uhr
Büchnerhaus, Riedstadt-Goddelau, Weidstraße 9
Mathilde Büchner und der Darmstädter Hausfrauenverein
Vortrag von Agnes Schmidt

Mathilde Büchner, die ältere Schwester von Luise Büchner, ist die einzige unter den Geschwistern ohne schriftlichen Nachlass. In der Geschwisterreihe stand sie ihrem zwei Jahren älteren Bruder Georg am nächsten. Vielleicht war sie auch seine Vertraute. 1836 besuchte sie ihn zusammen mit der Mutter in Straßburg, später begleitete sie ihre Schwester Luise auf ihren zahlreichen Reisen. In Darmstadt war sie Mitbegründerin des Hausfrauenvereins.
Eintritt: 7 Euro zugunsten des Büchnerhauses

Dienstag, 4. November um 19 Uhr
Literaturhaus (Kennedy-Haus), Kasinostr. 3
Barbara Honigmann liest aus ihrem Buch „Ein Kapitel aus meinem Leben“

Eine Tochter erzählt von ihrer Mutter. Geboren 1910 in Wien, aufgewachsen im Grenzgebiet zwischen Ungarn und Kroatien, schließlich vor den Nazis über Wien, Paris und Spanien nach London geflohen. Die Mutter der Autorin sprach stets nur von „einem Kapitel aus ihrem Leben“, wenn die Rede auf ihre Ehe mit dem britischen Doppelagenten Kim Philby kam.
Barbara Honigmann, 1949 in Ost-Berlin geboren, in das ihre Eltern aus dem Exil zurückgekehrt waren. Arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin. 1984 Auswanderung mit der Familie nach Straßburg. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Gemeinsame Veranstaltung mit der Programmleitung des Literaturhauses
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro

Freitag 7. November um  19.30 Uhr
Literaturhaus (Kennedyhaus), Kasinostr. 3
Frank Wedekind und Georg Büchner
Vortrag von Dr. Ariane Martin (Universität Mainz)
Wie kommt es, dass wie selbstverständlich gesagt wird, Wedekind stehe in der Nachfolge Büchners? Der Vortrag sichtet die wenigen Rezeptionszeugnisse, die von Wedekind selbst stammen, sowie die Zuschreibungen einer angeblich ausgeprägten Büchner-Rezeption aus seinem unmittelbaren Umfeld, auf die das verbreitete Bild von Büchner als Vorläufer Wedekinds zurückzuführen sein dürfte.
Gemeinsame Veranstaltung mit der Wedekind-Gesellschaft
Eintritt frei

Freitag, 28. November um 19 Uhr
Literaturhaus (Kennedy-Haus), Kasinostr. 3
Luise und Mathilde –  szenische Lesung mit Rita Rosen und  Hiltrud Hauschke

Im Staatstheater Darmstadt wurde 2012 das Stück über Georg Büchners Schwestern von Peter Schanz mit großem Erfolg aufgeführt. Wegen der Erkrankung einer der beiden Schauspielerinnen wurde das Stück vorzeitig abgesetzt. Anfang 2014 zeigte Die junge Bühne Schlangenbad  mit großem Erfolg das Stück im Kellertheater  Frankfurt. Wir haben die beiden Schauspielerinnen eingeladen, Auszüge aus dem Stück vorzustellen.
Eintritt: 6 Euro

Sonntag, 30. November um 11 Uhr
Literaturhaus (Kennedy-Haus), Kasinostr. 3
Verleihung des Luise-Büchner-Preises für Publizistik an Frau Lisa Ortgies

Die von der Darmstädter Luise Büchner-Gesellschaft eingesetzte Jury des Luise Büchner-Preises für Publizistik hat den diesjährigen Preis an die Journalistin Lisa Ortgies verliehen.

Nach Bascha Mika (2012) und Julia Voss (2013) ist Lisa Ortgies die dritte Trägerin des Preises. Die 1966 geborene Journalistin steht in ihrer Arbeit für einen modernen Feminismus, der selbstbewusst und unverkrampft die Hälfte des Himmels für die Frauen reklamiert. In ihren Publikationen und Moderationen vertritt sie ihre Haltung sympathisch und konsequent.
Frau Ortgies moderiert seit 1997 die WDR-Sendung „FrauTV“. Dort gelingt es ihr stets, informativ und aufklärerisch die noch immer fehlende Chancengleichheit zu thematisieren und dabei klar feministische Position zu beziehen. Damit steht sie in der Tradition von Luise Büchner, die mit ihren Schriften und Vorträgen Frauen zu mehr Selbstbewusstsein und eigenständigem Handeln anregte.

Zur Preisverleihung werden gesonderte Einladungen verschickt.

Luise Büchner-Gesellschaft e.V.

Kasinostraße 3     Telefon 06151 599 788        64293 Darmstadt

E-Mail: luisebuechner@aol.com

www. LuiseBuechner.de

von Peter Brunner

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