Das Riedstadt-Goddelauer Büchner-Haus bietet sich in diesem Jahr ganz besonders als Ausflugsziel zum 1. Mai an:
Die fabelhafte Büchner-Bande tritt auf!
Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, am Geburtsort Georg Büchners beschwingt und mit Musik mehr über ihn und seine und seine unglaubliche Familie zu erfahren!
Wir planen zur Zeit, im Freien aufzutreten und die gerade fertig gewordene „Scheune“ im Hof zu nutzen. Falls das Wetter das aber nicht zulässt, müssen wir in den kleinen Veranstaltungsraum und dort gibt es natürlich viel weniger Platz. Bitte nutzen Sie bei Interesse daher dringend die Möglichkeit des Vorverkaufs beim Riedstädter Kulturamt:
Matinee – „Die fabelhafte Büchner-Bande“
Eine musikalische Revue über sechs Geschwister, die die Welt verändern wollten. Papa Legba´s Blues Lounge mit Petra Bassus, Peter Brunner, Heinrich Dieckmann
Eintritt: € 12,00
11:00 Uhr Kunstgalerie Büchnerhaus, bei schönem Wetter im Hof des Büchnerhauses
Info und Anmeldung unter: 06158 930 841 oder 842 oder E-Mail: kultur@riedstadt.de
Zum Weltfrauentag eines meiner Lieblingszitate von Luise Büchner (aus ihrer ersten Veröffentlichung Die Frauen und ihr Beruf, 1855):
Was können uns jene jungen Wesen nutzen, die aus der Schule heraus nicht eilig genug ins Leben treten können, ohne Ahnung eines höheren Berufes, eines ernsteren Strebens? Aus ihren Reihen wird nur selten die tüchtige Mutter, das ächte Weib hervorgehen. Trunken vom Glanze der Ball- und Gesellschaftssäle, schweben sie, wie im Traume, durch ihre Jugend; aber wohl selten birgt sich unter dem flatternden Gewand das starke Herz, die hochbeschwingte Seele, deren die Frau doch so sehr, so nothwendig bedarf. Wie lieblich rauschen einige Jahre dahin, leichtbeschuht und voller Glanz; aber die Scene muß sich ändern, das wirkliche Leben klopft an die Pforten. Wie Viele wird es dann zum Kampfe bereit finden? Wie viele sind dann seinen gerechten Ansprüchen gewachsen? Ob die Ehe oder das Loos der Unverheirateten diese heiteren Gestalten erwartet, nur diejenige Frau kann ihren höheren Lebenszweck erfüllen, welcher die Erziehung die Mittel dazu an die Hand gegeben. Aber diejenige Erziehung kann weder Ernst noch Tüchtigkeit verleihen, der es selber daran fehlt, und wer den Lebensweg der meisten weiblichen Naturen verfolgt, wird finden, daß ihnen mit richtiger Bildung Alles gegeben wäre, während ihnen ohne dieselbe Alles genommen ist. O, ihr rosigen Kinder, euren Frohsinn und eure Heiterkeit möchten wir um keinen Preis der Welt euch rauben, ihr sollt Rosen in´s Haar flechten und das weiße Gewand tragen, aber darunter die Rüstung der Pallas Athene.
Die Luise-Büchner-Gesellschaft lädt für morgen ins Literaturhaus Darmstadt ein:
Vortrag, Lesung und Gespräch
mit Agnes Schmidt, Sigrid Schütrumpf und Edda Feess
Die Frauen und ihre Geschichte
Veranstaltung zum Internationalen Frauentag
In Darmstadt gibt es weder eine Luise Büchner-Schule noch eine Charlotte Heidenreich von Siebold Geburtsklinik. Nur zwei kurze Straßen und wenige Institutionen erinnern an diese bahnbrechenden Darmstädterinnen. Auch die Arbeit und Tätigkeit von vielen anderen Frauen, die sich früher für das Gemeinwohl einsetzten, sind in den Darmstädter Geschichtsbüchern kaum dokumentiert. Anlässlich des Internationalen Frauentages wollen wir an diesem Nachmittag an vergessene Frauen in Darmstadts Geschichte erinnern. Unter dem Motto Jede Frau ändert sich, wenn sie erkennt, dass sie eine Geschichte hat“ stellen die Frauenbeauftragte der Stadt Darmstadt Edda Feess mit den Auszubildenden Shanita Arnold und Sky Nicoll ihr Geschichtsprojekt vor. Eintritt frei
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Frauenbüro Darmstadt
Am Mittwoch, einen Tag nach Georg Büchners 176. Todestag und der Buchvorstellung von Jan-Christoph Hauschild musste Darmstadt schon wieder eine Büchner-Veranstaltung verkraften – und es scheint allen Beteiligten gut bekommen zu sein.
Der Darmstädter Jgdhofkeller am 20.2. – voll bis auf den letzten Platz
Im ausverkauften Jagdhofkeller traten wir auf Einladung von Marianne und Klaus und vom Bessunger Buchladen mit dem vollen Programm auf – auch diesmal wieder mit einer ortsspezifischen Zugabe, die nach 1,5 Stunden Programm und einer Pause vom gar nicht erschöpften Publikum dringend gewünscht worden war.
Die Bande in Aktion
(v.l.n.r.: Heiner Dieckmann, Peter Brunner, Petra Bassus, Reiner Lenz, Jürgen Queißner, Thomas Heldmann)
Diesmal trugen wir ein paar Frechheiten von Alexander Büchner über das verschlafene Darmstadt der 1840er Jahre vor.
Die nächste Gelegenheit, uns zu sehen, ist voraussichtlich der 1. Mai – aktuelle Termine für Auftritte der fabelhaften Büchnerbande und Informationen dazu immer hier.
Am 19. 2. 2013, Georg Büchners 176. Todestag, konnte die Luise-Büchner-Gesellschaft die gerade erschienene Büchner-Biographie des Büchnerforschers Jan-Christoph Hauschild im überfüllten Literaturhaus Darmstadt vorstellen.
Der Autor Jan-Christoph Hauschild und sein Verleger Günter Berg
Unter dem schönen Titel Erst kommt die Politik“ ist am 18.2. hier im DARMSTÄDTER ECHO meine Rezension zu dem Buch erschienen.
Es wäre heute gleich doppelt anzüglich, Jan-Christoph Hauschild den Papst der Büchnerforschung zu nennen – des gehabten Rücktritts wegen ebenso wie wegen des fast gleichnamigen Reinhard Pabst, ebenfalls Büchnerforscher von hohem Anspruch.
Nennen wir ihn also nureinen der wichtigsten Büchnerforscherund freuen uns, dass er rechtzeitig zu den Höhepunkten der Georg-Büchner-Feierei ein wunderbares Buch über Georg Büchner vorlegt.
Hauschild greift zurück auf über 30 Jahre intensiver Forschung und Auseinandersetzung zu Georg Büchner; sein Band Georg Büchner. Biografie von 1993 ist unersetzliche Quelle nicht nur zu Büchners Leben und Werk, sondern auch zur demokratischen Bewegung im 19. Jahrhundert. Leider ist das 700-Seiten-Werk, das zuletzt 1997 bei Ullstein als Taschenbuch erschien, nicht mehr lieferbar. Einen wie in dieser Reihe üblich knappen und skizzenhaften Einstieg vermittelt immer noch seine Rowohlt-Monographie (2. Aufl. 2004).
Einen Büchner-Romane gibt es schon von Kasimir Edschmid (Wenn es Rosen sind, werden sie Blühen“ von 1950, kürzlich von Christian Suhrs Büchnerbühne wunderbar dramatisiert); einige weitere Veröffentlichungen geben das zwar vor, aber leider, ohne dem Anspruch auch nur entfernt gerecht zu werden. Mit Verschwörung für die Freiheit“ gibt es jetzt auf dem Stand neuester wissenschaftlicher Erkenntnis, aber ohne jede wissenschaftliche Attitüde, die das Lesen beeinträchtigen könnte, einen Band für die Hand des heute an Georg Büchner interessierten Lesepublikums. Der Verlag spricht von einer Biographie …, die sich zwischen spannender Nacherzählung und faktengestützter Rekonstruktion bewegt und die Person Georg Büchner auf besondere Art greifbar macht“, mir scheint beim erfreuten ersten Lesen der Begriff biographischer Roman passend.
Eine der ersten Lesungen hat Jan-Christoph Hauschild freundlicherweise der Luise-Büchner-Gesellschaft in Darmstadt zugesagt, und daher ergeht hier die herzliche Einladung zur Buchvorstellung an Georg Büchners 176. Todestag:
Dienstag, 19. Februar
19 Uhr im Literaturhaus Darmstadt
Kasinostraße 3. Eintritt 6 .
Veranstaltet in Zusammenarbeit und mit freundlicher Unterstützung des Literaturhaus Darmstadt.