Peter Brunners Buechnerblog

Kategorie: Veranstaltung (Seite 28 von 35)

Vom Bauerndorf zur Industriestadt – zwei tolle Projekttage mit SchülerInnen

Ich hatte diese Woche das große Vergnügen, zwei Projekttage der Pfungstädter Friedrich-Ebert-Schule zu begleiten. Angekündigt als Veranstaltung zur Industrialisierung im 19. Jahrhundert hatten sich die beiden LehrerInnen mit mir auf folgenden Ablauf verabredet, den wir ganz gut einhalten konnten:

 

– Dienstag 8:15 Begrüßung, Einführung

8:30 – 9:30 Powerpoint zu den „Geschwistern Büchner“ unter besonderer Berücksichtigung des Pfungstädter Industriellen Wilhelm B.

9:30 Abfahrt nach Darmstadt, auf dem Alten Friedhof Besuch der Büchner-Gräber, anschließend kleiner Gang durch die Darmstädter Innenstadt mit historischen Ansichten zur Illustration der Veränderungen.

 

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ok, nach Begeisterungsschreien sieht das jetzt nicht aus …

Mi., 8:15 Begrüßung, erstes Resumé

8:30 – 9:30 Industrialisierung in Pfungstadt, Wilhelm Büchners Blaufabrik, Veränderungen zwischen 1820 und 1900 – der Weg Pfungstadts vom Bauerndorf zur Stadt

10:00 Besuch der Büchnerbühne in Riedstadt-Erfelden, dort Gespräch mit dem Leiter, anschließend im Theater Büchnertexte und Erläuterungen „warum Büchner?“

12:30 Rückfahrt, Abschlußbesprechung

 

F. Weidigs Grab auf dem Alten Friedhof in Darmstadt 

Dazu haben sich insgesamt 8 SchülerInnen angemeldet, 6 aus dem Gymnasial-, 2 aus dem Realschulzweig.

Wir hatten einen riesigen und von uns allen ziemlich unerwarteten Spaß miteinander. Im Vorfeld hatte ich mir ausbedungen, im Falle unerträglichen Verhaltens aus Pietät auf den Friedhofsbesuch zu verzichten. Stattdessen konnten wir die kaum wieder von da runter kriegen: weder als Begräbnis-, noch als Gedächtnisstätte noch als Park hatten die SchülerInnen bis dahin einen Friedhof wahrgenommen; wir fanden neben den Büchnergräbern auch das von Ludwig Weidig, der im Gefängnis totgequält wurde (und dessen Grabinschrift noch jahrzehntelang versteckt wurde), daneben weitere Darmstädter Prominente usw. usf. Auch auf dem Darmstädter Marktplatz setzte sich das große Interesse und die Neugierde fort: auf dem Grab von Ludwig Büchner sind mehrere seiner Nachfahren zusammen bestattet, die in der Darmstädte Brandnacht 1944 zusammen ums Leben kamen. Der völlig veränderte Marktplatz und mein Bericht darüber, dass alle „Büchnerstätten“ in Darmstadt verloren sind, hat alle sehr beeindruckt.

Am nächsten Tag war kaum möglich, zusammenzufassen, so schnell sollte es weitergehen. Ich habe dann wieder eine gute Stunde lang mit Bildern und vor Ort in Wilhelms Villa erzählt, wie er gelebt und gearbeitet hat, was Industrialisierung für den kleinen südhessischen Ort bedeutete (Pfungstadt hieß damals scherzhaft „das südhessische Manchester“ und verdoppelte seine Einwohnerzahl) und schließlich den Bogen zu seinem früh verstorbenen genialen Bruder Georg geschlagen (Wilhelm platzierte den Grabstein Georgs im Park seiner Villa).

Christian Suhr, der Impressario der Büchnerbühne, hat dann eindrucksvoll sein eigenes Leben als Schauspieler und den Weg von der Metropole (er war u.a. am Berliner Ensemble) in die Provinz geschildert. Die Unmittelbarkeit von Person und Institution hat uns alle gepackt; und die anschließend vorgetragenen Texte forderten höchste Aufmerksamkeit. (Die Saint Just-Rede aus Dantons Tod über die Notwendigkeit, das Morden fortzusetzen, fordert auch von kenntnisreichem Publikum einiges!).

Das Schlussgespräch hatte zwei Themen: begeisterte Zustimmung zur Veranstaltung und die Frage, ob und wie sich das vertiefen und fortsetzen ließe, und die Überlegung, ob und wie sich so was wie ein Ferienworkshop mit ähnlichem Inhalt veranstalten lässt. Tenor dazu: es wird im Vorfeld niemand glauben, wie spannend, anschaulich, lehrreich, abwechslungsreich und unterhaltsam der Umgang mit Geschichte ist. Rätselraten darüber, ob und wie sich das vorab vermitteln lässt. Vorschlag, eine Jahreseinheit „WPU“-Unterricht dazu anzubieten.

Mein Fazit: selbstverständlich sind junge Menschen höchst interessiert an den Umständen, die sie und ihre Umgebung geformt haben. Wahrscheinlich ist aber die Form, die ich als Amateur und Entertainer wählen konnte, nämlich assoziativ zu berichten, Exkurse zuzulassen und zu ermutigen, Abwegiges gemeinsam zu hinterfragen und aufzuklären, im lehrplangeknechteten Schulunterricht nicht möglich. Selbstverständlich waren das alles nur Anstösse zum Weiterlernen, keine abgeschlossenen Unterrichtseinheiten. Auch die Kür, mit „freiwilligen“ SchülerInnen zu arbeiten, ist natürlich ein Sonderfall. Allerdings ist unser Ansatz, auf diese Art Lokalgeschichte in den Schulunterricht „einzuspeisen“, eine Möglichkeit, Interesse zu wecken und Verständnis zu gewinnen, die sich wohl kaum überschätzen lässt.

 Ich hoffe sehr, dass  sich ein Weg findet, diese Schülerprojekttage hier bei uns zu einem Lernprojekt für alle Beteiligten zu machen.

29. 6. 2012 – Christian Wirmer erzählt Georg Büchners „Lenz” als einen neuen Text

Glücklicherweise ist es gelungen, Christian Wirmer für eine Veranstaltung des Kultursommer Südhessen 2012 zu gewinnen. Seine Interpretation von Georg Büchners Lenz ist unbedingt sehens- und hörenswert.

Es steht noch eine Anzahl von Karten zur Verfügung, ab dem 21. 6. im Vorverkauf beim Ticketservice Pfungstadt und – vor Ort – im Restaurant Strud´l Stub´n in der Villa Büchner.

Ich zitiere mich ungern selbst, aber meiner Besprechung von Christian Wirmers unvergesslichem Auftritts im Darmstädter Literaturhaus habe ich nichts hinzuzufügen:

 Ganz frei, wie erzählt, wie gerade erlebt trug er den großartigen Text vor. Das bewies erneut, wie „aus der Zeit” Büchners Texte, die ja eigentlich inhaltlich ganz konkret angesiedelt und zuordenbar sind, dennoch wirken. In allen Wendungen der „Novelle” verzichtet Wirmer darauf, „dem Affen Zucker zu geben”. Weder er als Interpret noch der Text selbst haben es nötig, dass wir mit der Nase auf die richtige „Stelle” gestoßen werden. Lenz´ Sprung in den Brunnen, die Beschwörung am Bett des toten Kindes, der erste und der letzte Satz, alles bleibt im Duktus der Erzählung, und Wirmer füllt den Begriff Erzählung auf, wie es dem Publikum noch nie begegnet war. Da steht ein Mann und spricht, e r z ä h l t , und wir hören einen altbekannten Text plötzlich wie zum ersten Mal.

 

 (Christian Wirmer)

 

Büchners Lenz ist wirklich zum Erzählen geschrieben (neben dem „Landboten” ist es ja auch sein einziger Prosatext), und das führt Christian Wirmer unpathetisch vor. Es gibt ja in der Büchner-Familie die belegte Tradition des Erzählens, Luise Büchner schildert das im „Dichter”, Georg spielt gerne mit erzählenden Figuren, Luise Büchner selbst hat ihre Märchen zuerst Ludwig Büchners Kindern vorgelesen. Vielleicht müssen wir uns ab jetzt den Lenz als eine (wörtlich) E r z ä h l u n g Georg Büchners denken, als einen Text, von einem Dramatiker als Sprechtext geschrieben.

 Der Verdienst, diesen wichtigen Gedanken angeregt zu haben, gehört Christian Wirmer. Nach über einer Stunde konzentriertester Aufmerksamkeit lobte das Publikum mit anhaltendem Beifall.

Nicht alles Preußentum ist Schwarz-Weiß

Donnerstag, 21. Juni, 19.30 Uhr

Literaturhaus Darmstadt, Kasinostr. 3

Vortrag von Dr.Thomas Lange: Liebesbriefe als politische Provokation? –

Alexander Büchners Ausgabe der Korrespondenz

von Prinz Louis Ferdinand mit Pauline Wiesel

 

 

 

 

 

 

1865 erschien in Leipzig ein unzeitgemäßes Buch: „Briefe des Prinzen Louis Ferdinand von Preußen an Pauline Wiesel. Herausgegeben von Alexander Büchner.“ Neben den 1804/5 geschriebenen Briefen des Prinzen enthielt das Buch auch Briefe anderer Männer an die von vielen begehrte Pauline.

                                               

Pauline Wiesel und Prinz Louis Ferdinand, „der preussische Apoll“

(Die beiden gemeinfreien Bilder entnahm ich den oben zitierten Wikipedia-Einträgen) 

Nicht nur die sprachliche Direktheit der prinzlichen Korrespondenz wurde als skandalös empfunden, sondern auch die Tatsache, dass mit diesen Briefen an ein Preußen erinnert wurde, das sich sehr von dem Staat unterschied, der sich in den 60er Jahren anschickte, ein neues Deutsches Reich erobernd zu gründen. Entstehungsbedingungen und politischer Kontext dieser Briefausgabe durch den jüngsten Bruder von Georg Büchner weisen das Buch als gezielte politische Provokation aus.

 

Exkursion der Luise Büchner-Gesellschaft nach Weimar im Spiegel eines Twit-Streams

Vom  7. bis 10. Juni war die Luise Büchner-Gesellschaft Darmstadt auf einer Exkursion nach Weimar.

Hier folgt die Wiedergabe der unkorrigierten und ungekürzten Kommentare via Twitter, die ich als Teilnehmer während dieser Fahrt zu den spontanen Eindrücken der Besichtigungen und Ereignisse verschickt habe. (Twitter-Unkundige müssen dazu hier eigentlich nur wissen, dass das eine Kommunikationsstruktur ist, die den Versand von Nachrichten in knapper Form möglich macht.) Lesen konnten das meine „Follower“, also diejenigen, die meine (eher seltenen) Twitter-Kommentare regelmäßig lesen, sowie alle, die dieses Thema, markiert durch den „Hashtag“ (das Stichwort) #LuiseWeimar verfolgen wollten.

Natürlich ist das hier ein Experiment, das ich nicht ständig wiederholen werde, keine Angst!

Die hier rot angezeigten „Links“ führen zu den Bildern, die ich ebenfalls unmittelbar aus dem Geschehen heraus gemacht und verschickt habe, sie sind daher auch nicht der Höhepunkt meiner fotografischen Möglichkeiten; hier sollen sie aber so „roh“ (und gelegentlich, wie ich feststellen musste, auch gekippt)  wiedergegeben werden.

 Ich freue mich über Kommentare und Fragen.

 

Luise Büchner-Gesellschaft Darmstadt auf Weimar-Exkursion:#LuiseWeimar

#LuiseWeimar Agnes Schmidt: grosse Landgräfin verbindet Darmstadt und Weimar: verheiratet Tochter Luise

#LuiseWeimar A. Schmidt über Goethe in Darmstadt; J H Merck. „Empfindsame“ einziger erwähnenswerter Literaturkreis Darmstadts

 #LuiseWeimar Johanna Schopenhauer über Goethes „Bettschatz“: wenn Goethe ihr seinen Namen gibt, können wir ihr eine Tasse Tee geben

#LuiseWeimar J. Schopenhauer wunderte sich, dass die Darmstädter anstelle von Milch oder Limonade auch Frauen ein Glas Wein reichten

#LuiseWeimar Grenzübertritt: Gofforaum auf!

 #LuiseWeimar Im Schatten der Wartburg erinnert die ungarnstämmmige Agnes Schmidt an die gemeinsame Stammmutter Erszebet/Elisabeth

 #LuiseWeimar wurde genötigt, die Anreiseszene aus Lotte in Weimar vorzulesen. Sächsle mit Kammerdiene Mager. Jetzt sprachlos.

#LuiseWeimar angekommen http://via.me/-1t71kdk

#LuiseWeimar Hotel Elephant. Eingecheckt. Gattin verschwindet vorübergehend im begehbaren Kleiderschrank.

#LuiseWeimar Anna Amalia Bibliothek: wir hatten reserviert!http://via.me/-1tbwwlg

#LuiseWeimar Besuch am Grab von Goethes Christianehttp://via.me/-1tg17g2

#LuiseWeimar Aus dem reichhaltigen Frühstücksangebot im „Elephant“http://via.me/-1u5xn56

#LuiseWeimar Unvergesslicher Besuch im noch nicht eröffneten Goethe- und Schiller-Archiv. Und Buechnerhandschriften!http://via.me/-1u987x6

#LuiseWeimar Agnes Schmidt zitiert ein Gedicht von Petöfi, dem#Buechner Ungarns, vor seinem Denkmal http://via.me/-1ud8few

#LuiseWeimar Im Goethehaus. G. zum jungen Mendelssohn-Bartholdy: „Mache er mir ein wenig Lärm!“ http://via.me/-1uhkv94

#LuiseWeimar Darmstädter zur Sonne. … http://via.me/-1uo3lbc

#LuiseWeimar Annette Seemann zu Salons in W. J. Schopenhauer bietet Tee und Butterbrote, „aber sie kommen doch wieder“http://via.me/-1uo5yi8

#LuiseWeimar Frühstückstische sind gedeckt – und dann zum Wieland-Gut! http://via.me/-1v7tx42

#LuiseWeimar Kurzes Arno Schmidt Gedenken an Wielands Grabhttp://via.me/-1vapth2

#LuiseWeimar Scharfe Debatte über Fotoverbot in Tiefurt: Mißbrauch des Hausrechts! http://via.me/-1ve4khk

#LuiseWeimar #Buchenwald das KZ, das aus Pietätsgründen nicht Weimar heißen durfte http://via.me/-1vismsu .

#LuiseWeimar man muss Nietzsche nicht verehren, um für Van der Velde zu schwärmen http://via.me/-1vkcnri

#LuiseWeimar Kuchen bei Rose an der Herderkirche – seit vielen Jahren backt so in Darmstadt keiner mehr! http://via.me/-1vqpzuc

#LuiseWeimar Belvedere: Friede den Palästen? http://via.me/-1wm40fy

#LuiseWeimar Letzte Station Schloß Kochberg. Auf der Karte Georg#Buechner s Leibgericht? http://via.me/-1wyccd8

#LuiseWeimar Heimfahrt. Grenzübertritt nach Hessen komplikationslos.http://via.me/-1x133do

#LuiseWeimar Erfolgreich und erschöpft zurück; keine Verluste. Das war nicht die letzte Exkursion der Luise Büchner-Gesellschaft!

 


Villa Büchner ist Ziel im neu erschienenen Radwanderführer LiteRadTouren

Nach den erfolgreichen literarischen Kultur- und Freizeitführern Hessen (Süd/Mitte/Nord), herausgegeben vom Hessischen Rundfunk, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, dem ADAC und dem Hessischen Literaturrat (hier gibt es Informationen und Bezugsmöglichkeiten) erschien soeben der neue Führer LiteRadTouren – Radwandern im Literaturland Hessen. Hier der Pressetext:

„Der romantische Rheingau, das malerische Lahntal, der nordhessische Märchenwald – Hessens reizvolle Landschaften lassen sich bestens mit dem Fahrrad erkunden. Jetzt verbindet ein neuer Radreiseführer den Spaß am Radfahren mit kulturellem Genuss. Unter dem Stichwort „LiteRadTouren – Radwandern im Literaturland Hessen“ laden fünf 

Themenrouten zum Erkunden hessischer Regionen ein. Den literarischen Radreiseführer gibt hr2-kultur in Kooperation mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Hessen Agentur gemeinsam mit dem ADAC Hessen-Thüringen heraus. Er ist kostenlos bei den ADAC Geschäftsstellen & Reisebüros in Hessen und beim „Literaturland Hessen“-Büro von hr2-kultur, Telefon: (069) 155-4960, erhältlich. 

Die „LiteRadTouren“ führen zu Wirkungsstätten, Dichterhäusern und literarischen Schauplätzen und folgen den Lebenswegen berühmter Autoren. Stationen sind unter anderem das Brentanohaus in Oestrich-Winkel, das Büchnerhaus in Riedstadt-Goddelau, das Lottehaus in Wetzlar und die Brüder-Grimm-Städte Hanau, Steinau an der Straße und Kassel. 

Ob Genussradler oder sportlich unterwegs: Auf den gut beschilderten hessischen Radfernwegen und regionalen Routen ist für jeden etwas dabei. Ausführliche Streckenbeschreibungen, Karten und Höhenprofile erleichtern die Planung. 

Die „LiteRadTouren“ sind die Fortsetzung eines erfolgreichen Gemeinschaftsprojekts: Mit dem ADAC Hessen-Thüringen und in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst hat hr2-kultur bereits Kultur- und Freizeitführer für Nord-, Mittel- und Südhessen herausgegeben. 

Das „Literaturland Hessen“ wurde 2004 von hr2-kultur gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Hessischen Literaturrat e.V. mit dem Ziel gegründet, die Literaturgeschichte(n) des Bundeslandes erlebbar zu machen. 

Hier gibt es weitere Informationen.


Nach der Pressekonferenz im Goddelauer Büchnerhaus radelten die Journalisten von einem „literarischen Ort“ zum andern, teil bequem von Elektromotoren in den Fahrrädern unterstützt, zur Pfungstädter Villa Büchner. An dem neu restaurierten authentischen Ort der Büchners, für den zahlreiche Besuche aller Familienmitglieder dokumentiert sind, mündete eine Führung schließlich „zur Belohnung“ am ausgedehnten Strudlbuffet.

Alexander Büchner schrieb von der Villa als dem „petit chateau“ und lobte die Pfungstädter Sommerfrische, die er und sein Sohn häufig genossen. Alexander war schon 1849 Gast in Pfungstadt, lange bevor die Villa 1864 errichtet wurde. Er versteckte sich hier vor polizeilicher Verfolgung, bis er es am Pfingstmontag 1849 nicht mehr aushielt und sich ins Getümmel der sogenannten „Reichsverfassungskampagne“ begab, wo er prompt verhaftet wurde.

Bei strahlender Sonne und mit gut gelaunten Gästen entstand eine ferne Ahnung von den wunderbaren Familienfesten, die die Büchners hier gefeiert haben.

Angelika Bierbaum (hr) und Florian Balke (FAZ) mit Sabine Gündisch (Mitte)

vom Restaurant Strud´l Stub´n vor dem „Strud´l -Buffet“ 

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