Peter Brunners Buechnerblog

Kategorie: Büchner (Seite 34 von 45)

In den letzten Tage des 200. Lebensjahres

 

Wenige Tage vor Georg Büchners 200. Geburtstag, der jetzt seit fast zwei Jahren vorbereitet wird, heute ein Hinweis auf gleich vier Veranstaltungen.

Für Offenbach und Zwingenberg empfehle ich dringend baldige Reservierung bei den angegebenen Adressen! :

 

am Donnerstag, dem 10. Oktober, präsentiert der traditionsreiche Offenbacher Oratorienchor seine Revue „Tun wir was dazu!“, zu der Peter Kühn und ich beitragen.

Plakat Offenbach Pfade[5]

 

Am Tag darauf ein weiterer Auftritt der „Fabelhaften Büchner-Bande“, diesmal im wunderschönen Zwingenberger „Theater mobile“:

 

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und ab Sonntag, dem 13. 10. ist dann die Ausstellung nach einer Vernissage im Darmstädter Staatstheater (Samstag, 12.10., 18:30, nach der aktuellen Meldung vom Staatstheater ist diese Veranstaltung bereits ausgebucht!) offen:

 

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und ebenfalls am 13.10. gibt es dann im Staatstheater Darmstadt noch die einmalige Gelegenheit, Georg Büchners dramatisches Werk in den Inszenierungen von Malte Kreutzfeld vollständig aufgeführt an einem Tag zu sehen; sozusagen ein Büchner-Ring.

 

 

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Titel der ersten Werkausgabe Georg Büchners von 1850, ohne den Woyzeck  

 

In Kürze dann mehr von der Pressekonferenz zur Ausstellungseröffnung und über die Termine der kommenden Woche zum Geburtstag am 17.10. 

 

Geredet wird zwar in diesen Parlamenten unendlich viel, aber gethan oder erreicht um so weniger.

Ludwig Büchners letzte Veröffentlichung ist eine Art politisches Testament. „Am Sterbelager des Jahrhunderts. Blicke eines freien Denkers aus der Zeit in die Zeit” hat er 1898, ein Jahr vor seinem Tod, bei Emil Roth in Gießen veröffentlicht.

 

Anlässlich der Tagesereignisse hier ein kleiner Auszug aus dem Kapitel „Politik”

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„Man bedenke ferner, dass der Parlamentarismus keine wirkliche Volksherrschaft bedeutet (namentlich dort nicht, wo er, wie in Deutschland seine Herrschaft mit derjenigen der Krone teilen muss), sondern eine Tyrannei zufälliger Majoritäten in den parlamentarischen Körperschaften. Ja diese Tyrannei kann unter Umständen zu derjenigen eines Einzelnen oder weniger werden, wenn die Stimmenzahl auf beiden Seiten sich so sehr ausgleicht, das eine oder einige Stimmen den Ausschlag geben.

… 

Oder die parlamentarische Mehrheit kann in Wirklichkeit die Minderheit des Volkes, die parlamentarische Minderheit die Mehrheit desselben ausdrücken. … Selbst die allgemeine Hebung der Bildung, welche man als Korrektiv des allgemeinen Stimmrechtes anzusehen oder anzupreisen pflegt, würde schwerlich etwas nützen. Wären z. B. alle französischen Wähler so intelligent, wie die Mitglieder des Senats und der Deputiertenkammer, so würde das allgemeine Stimmrecht nichtsdestoweniger die Herrschaft der Gewalt durch die Zahl sein. Nicht selten hat, wenn sich die Regierungspartei und die Opposition in einigermaßen gleicher Stärke gegenüberstehen, eine verhältnismäßig kleine Fraktion es in der Hand, den Ausschlag nach dieser oder jener Seite zu geben, und beherrscht somit trotz ihrer Minderzahl das Land und seine Interessen. Dazu kommt der erbärmliche, unwürdige Schacher, der zwischen den einzelnen Fraktionen um die heiligsten Volksinteressen nach dem Prinzip „Eine Hand wäscht die andere“ getrieben zu werden pflegt. Überhaupt ist die ehedem nicht gekannte Zerspaltung der gesetzgebenden Körperschaften in eine Anzahl politischer Fraktionen und Fraktiönchen ein Krebsschaden des modernen Parlamentarismus. Früher kannte man das nicht, und der Gegensatz zwischen rechts und links, zwischen Regierungspartei und Opposition war in der Regel der einzige, welcher diese Körperschaften spaltete, während die Zentrumspartei das ausgleichende und vermittelnde Moment darstellte. Heutzutage aber geht jede Fraktion ihre eigenen, mit den Wegen anderer Parteien in der Regel unvereinbaren Wege. Ein ewiges Gezänke oder gegenseitiges unwürdiges Feilschen ist die notwendige Folge, und man muss von Glück sagen, wenn diese Gezänke nicht, wie leider so oft, in gemeine und die Würde der Volksvertretung auf das Schwerste kompromittierende Handgreiflichkeiten ausartet. Fragt man nach der Ursache dieser wenig erfreulichen Erscheinung, so wird sie wohl hauptsächlich darin zu suchen sein, dass nach und nach infolge der großartigen Entwickelung aller materiellen Verhältnisse an die Stelle der ehemaligen Ideal-Politik die jetzt herrschende Interessen-Politik getreten ist, vermittelst welcher jeder Einzelne oder jede einzelne Gesellschaftsklasse bei der allgemeinen Güterteilung soviel Vorteile wie möglich für sich selbst herauszuschlagen sucht. Diese Interessenpolitik ist aber die geschworene Feindin derjenigen Politik, welche Vernunft und Wissenschaft vorschreiben. Wenn z.B. Schutzzölle im Interesse gewisser Gesellschaftsklassen liegen, so werden ihre Vertreter dafür stimmen, einerlei was Wissenschaft und Gerechtigkeit dazu sagen. Oder wenn die Verfechter dieser letzteren im Interesse einer vernünftigen Sozialpolitik Maßregeln zu größeren Ausgleichung des Besitzes vorschlagen, so werden sich die Vertreter der besitzenden Klassen dadurch schwerlich ihre Zustimmung abnötigen lassen. Zwei der hervorragendsten und wohlbegründetsten Forderungen, welch der vernünftige und wissenschaftliche Sozialismus aufstellt, sind bekanntlich einmal die Zurückführung des Grundes und Bodens in den Besitz der Allgemeinheit und zum zweiten die Einschränkung der Erbrechte. Aber wie gering ist die Zahl derjenigen, welche diesen Forderungen zustimmen oder welche überhaupt nur Kenntnis davon genommen haben; und wie noch weit geringer würde die Zahl der Volksvertreter sein, welche es den persönlichen Interessen der Wähler und ihrer selbst gegenüber wagen würden, solchen Vorschlägen auch nur ein Ohr zu leihen! Auch unser, an anderer Stelle dieser Schrift genauer begründeter Vorschlag einer Umwandlung der menschlichen Gesellschaft und des Staates in eine große, auf Gegenseitigkeit beruhende Versicherungsgesellschaft gegen Krankheit, Unfall, Alter, Invalidität und Tod, dessen Ausführung allein schon den größten und drückendsten Teil des sozialen Elends aus der Welt schaffen würde, dürfte in unseren gegenwärtigen Parlamenten schwerlich auf Unterstützung zu rechnen haben, so sehr auch Vernunft und Wissenschaft dafür sprechen. Geredet wird zwar in diesen Parlamenten unendlich viel, aber gethan oder erreicht um so weniger.

…

Übrigens wird die Politik der Zukunft und damit auch der künftige Parlamentarismus ganz anderen und schwierigeren Aufgaben gegenüberstehen, als den bloß politischen der Gegenwart; denn sie steht, wie in einem späteren Kapitel noch eingehender nachzuweisen werden wird, unter dem Zeichen des Sozialismus oder der Gesellschaftsverbesserung, im Vergleich mit welcher das Streben nach politischer Einheit und Freiheit, so berechtigt dasselbe an sich sein mag, doch nur eine untergeordnete oder zweite Rolle zu spielen vermag. Denn nur der gesellschaftlich und wirtschaftlich Freie kann in Wahrheit auch politisch frei sein!

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(Ludwig Büchner: Am Sterbelager des Jahrhunderts. Gießen, Roth, 2. Aufl., 1900, S. 249 ff)

Das schönste Büchner-Denkmal, das ich kenne!*

Sehr geehrte, liebe Damen und Herren,

Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunde 

 

es ist zur Zeit unter Meteorologen noch umstritten, ob wir den schönen Sommer dem Erfolg der BüchnerBox oder ob die BüchnerBox ihren Erfolg dem guten Wetter zu verdanken hat – weit über Meteorologenkreise hinaus ist jedenfalls unbestritten, dass Darmstadt mit der BüchnerBox und dem Königreich Popo einen wichtigen und erfolgreichen Baustein zu den Büchnerjubiläen beigetragen hat. 

 
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Ich selbst möchte keinen der Abende, keines der Gespräche, keinen einzigen Eindruck missen, den ich selbst dort erlebt habe, und ich bin sicher, dass das annähernd alle Gäste bestätigen werden. Ein paar Bilder und erste Eindrücke habe ich im Blog veröffentlicht

(http://geschwisterbuechner.de/2013/07/15/buchner200-in-darmstadt/) und unter www.buechner200.de konnte das Tagesprogramm verfolgt werden. In Facebook findet sich die Box unter https://www.facebook.com/buechner200.

 

Am Samstag, dem 31. 8., müssen wir uns von dem schönen Ort verabschieden, das Festival ist zu Ende. Die wenigen unter Ihnen, die immer noch nicht dagewesen sind, sollten diese letzte Gelegenheit unbedingt nutzen, und bei den vielen, die schon einmal da gewesen sind, bin ich sowieso überzeugt, dass sie sich den letzten Eindruck nicht entgehen lassen wollen.

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 Abendstimmung im Königreich Popo 
(*J.-C. Hauschild: „Das schönste Büchner-Denkmal, das ich kenne!“)


Bitte kommen Sie also zahlreich und gut gelaunt. 

 

Eines der Anliegen der Aktivitäten vor dem Hauptbahnhof war, wissbegierig auf die bevorstehende Jubiläumsausstellung zu Georg Büchners 200. Geburtstag im Darmstadtium zu machen, und da ist es nicht mehr als angemessen, dass ihr Kurator, Dr. Ralf Beil, selbst den Bogen schlägt, indem er ab 16 Uhr zum Abschluss Konzept und Stand der Dinge erläutert – niemand weiß zur Zeit genauer als er, wie uns der Jubilar in seiner Ausstellung begegnen wird. 

 

 
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Dr. Ralf Beil in der BüchnerBox


Um 19:30 gibt es die Gelegenheit, „La Baguette“, die musikalische Interpretation von Motiven aus Büchners „Dantons Tod“, die die Akademie für Tonkunst im Danton-Projekt der Theatermacher erarbeitet hat, (noch einmal) zu sehen. 

 
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„La Baguette“ im Juni 2012 im Hof der Georg-Büchner-Schule 


Und ab 21 Uhr feiern wir dann zusammen mit den Studentinnen und Studenten der Hochschule Darmstadt, die mit ihren Arbeiten so vielfältig, phantasievoll und intelligent zur Gestaltung beigetragen haben. Dazu wird Petra Bassus singen, die sowohl als moderierende wie singende Stütze der Büchnerbande wirkt und auch Ariane Martins Vortrag zu Büchners Liedern wunderbar begleitet hat. 

 
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Petra Bassus mit meiner Wenigkeit

 

Aus gut informierten Kreisen weiß ich, dass Papa Legba’s Blues Lounge, der „musikalische Teil“ der BüchnerBande, mit einiger Wahrscheinlichkeit am späten Abend eintreffen wird – 

 

„ … und dann legen wir uns in den Schatten und bitten Gott um Makkaroni, Melonen und Feigen, um musikalische Kehlen, klassische Leiber und eine kommode Religion!

 

 
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Ganz herzlich grüßt
 
Ihr/EuerPeter Brunner

„… eine der angenehmsten und unterhaltsamsten Personen, welche ich jemals gesehen habe“*

 

Vor zahlreichen Gästen hat der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch Agnes Schmidt, der Vorsitzenden der Luise-Büchner-Gesellschaft, am 23. August die bronzene Verdienstmedaille der Stadt Darmstadt verliehen.

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In seiner Ansprache schilderte er ihren Lebenslauf, beginnend mit der Buchhandelslehre, danach dem Studium der ungarischen Sprache und Literaturwissenschaften in Budapest und den Weggang aus Ungarn „der Liebe wegen“ nach Darmstadt, wo sie „Tochter und Sohn zu urteilsfähigen und kritischen Menschen erzog“. Mit dem Böckel-Zitat machte er auf Gemeinsamkeiten zwischen Agnes Schmidt und Caroline Büchner (mit der sie den Geburtstag am 19.8. teilt!) aufmerksam, auch wenn Caroline ein Studium versperrt blieb. Nach der Zeit als Hausfrau und Mutter ging sie neue Wege: im Alter von 47 begann sie das Studium der Soziologie in Darmstadt, gründete den Kranichsteiner Literaturverlag mit, gab dort mehrere Bücher heraus, und „schenkte 1998 Darmstadt die Luise-Büchner-Bibliothek, womit sie einen entscheidenden Schritt dazu tat, die Erinnerung an die bedeutende Darmstädterin zu erhalten. Sie trug dazu bei, in besonderer Weise Alltag und Lebensweg von Frauen in verschiedenen Epochen erfahrbar zu machen; das Entdecken weiblicher Biographien als Vorbilder.“ Konsequent folgte die Gründung der Luise-Büchner-Gesellschaft und – seit 2012 – auch die Verleihung des Luise-Büchner-Preises für Publizistik, dessen erste Verleihung „bei einer sehr eindrucksvollen Feier“ stattfand. Für Darmstadt sind auch die vier Stadtrundgänge „aus Frauensicht“, die sie mitverfasst hat, von hoher Bedeutung.

 

In einem Leserbrief zur Anbringung einer Plakette, die zwar an Ernst Büchner, aber zu Unrecht nicht an seine bedeutende Frau erinnert, schildert sie Caroline, die ihre Kinder zu aufgeklärten und kritischen Menschen machte und dazu erzog, Frauen und Männer als gleichwertig und gleichberechtigt zu verstehen. Agnes Schmidt „hat stets daran erinnert, dass Frauen in allen Zeiten mindestens die Hälfte beigetragen haben oder, wie bei den Büchners, vermutlich sogar mehr als das“.

 

Zu dem Wunsch Agnes Schmidts, es solle in Darmstadt endlich eine Schule nach Luise Büchner benannt werden, sagte der OB: „Auf den neuen Konversionsflächen, wenn die neuen Stadtteile entstehen und sie werden entstehen, wird mit einem Viertel, einer Schule oder einer Straße Luise Büchner ein angemessener Platz in unserer Stadt gegeben werden.“

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Agnes Schmidt erhalte mit der Plakette eine der höchsten Auszeichnungen der Stadt Darmstadt. Sie wird verliehen an Personen, die sich durch in oder für Darmstadt vollbrachte und über ihre Grenzen hinaus wirkende politische, wissenschaftliche, künstlerische, wirtschaftliche oder andere gemeinnützige Leistung besonders ausgezeichnet und dadurch besonders verdient gemacht haben.

Er schloss „mit Dank für alles für unsere Stadt, die Wissenschaft und die Gleichberechtigung Getane und auf gute Zusammenarbeit auf dem immer noch langen und steinigen Weg zu einer gleichberechtigten Gesellschaft!“

In ihrer knappen Dankesantwort sagte Agnes Schmidt:

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„Es gibt in der Geschichte sehr viele Männer, die die Frauenbewegung unterstützt haben, in unserer Stadt sind auch einige, und dazu gehört auch Oberbürgermeister Partsch. … Es geht um die sensiblen Hintergründe, wo in uns selber, in Männern und Frauen, diese 2.000, 5.000 Jahre Geschichte nachwirkt, es ist unglaublich, wie tief in uns drin noch diese Geschlechterdifferenz und die Unterordnung eines Geschlechtes unter das andere noch in unserem Denken und Handeln verankert ist. … Luise Büchner war immer dafür, in den Emanzipationsprozess auch die Männer einzubeziehen, … das kommt vielleicht von der guten Erfahrung und dem Mitlernen mit ihren Brüdern, das hat sie dazu bewegt, immer zu sagen: `wir müssen mit den Männern zusammenarbeiten´ – und sie hat immer hinzugefügt: `die haben das Geld und die haben die Macht´“.

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Unnötig zu sagen, dass es uns schon lange überfällig erschien, in Agnes Schmidt eine großartige Autorin, Forscherin, Frauenrechtlerin und – glücklicherweise – gute Freundin zu ehren!

 

 

* Aus einem Brief von Eugéne Böckel vom 16. Januar 1836 an Georg Büchner über dessen Mutter Caroline Büchner

Sehet, es kroch so nackt und weich in die Welt wie ihr

Der Verfasser ist royalistischer Sympathien ähnlich unverdächtig wie die Familie, die Gegenstand dieses Blogs ist.

 „ … der Mensch … heißt: unverletzlich, heilig, souverän, königliche Hoheit. Aber tretet zu dem Menschenkinde und blickt durch seinen Fürstenmantel. Es ißt, wenn es hungert, und schläft, wenn sein Auge dunkel wird. Sehet, es kroch so nackt und weich in die Welt wie ihr und wird so hart und steif hinausgetragen wie ihr…” (Der Hessische Landbote) 

Dennoch konnte ich nicht vermeiden, die minütlich aktuellen Niederkunfts-Meldungen der britischen Battenberg-Nachfahren wahrzunehmen. Berufenere als ich haben geschildert, wie Alexander von Hessen und seine „unstandesgemäße“ Gattin von Hauke zu dem damals längst ausgestorbenen Titel derer von Battenberg kamen – hier die Details in wikipedia.

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Anton Büchner (1887 – 1985) um 1910

Der schließlich hervorgebrachte Sprössling teilt allerdings ein Schicksal mit einem wesentlich unbekannteren Büchner-Nachfahren: Anton Büchner, Wilhelm Büchners Enkel, Georg Büchners Großneffe, der erste Biograph der Familie Büchner, war vom Büchner-Fieber so unheilbar befallen, dass sein 1920 geborener Sohn die Vornamen Georg Alexander Wilhelm Ludwig, also sämtliche Vornamen seiner Urgroßonkel, trug.

 

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Georg Alexander Wilhelm Ludwig Büchner
mit seiner Stiefmutter Maria, geb. Hoesch, 1948 

 

Der jüngste Windsor-Battenberg heißt immerhin George Alexander Louis, und den fehlende Vornamen Wilhelm trägt sein Vater William – das klingt doch verdächtig nach republikanischen Sympathien im britischen Königshaus?!

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