Peter Brunners Buechnerblog

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Aus gegebenem Anlaß ein paar Gedanken zur Monarchie

Gg. Büchner am 9. 12. 1833 an seinen Freund August Stoeber: „Ich bete jeden Abend zum Hanf und den Laternen.”

und:

PETER (den Finger an die Nase legend.) In effigie? in effigie? Präsident, wenn man einen Menschen in effigie hängen läßt, ist das nicht ebensogut, als wenn er ordentlich gehängt würde?
PRÄSIDENT. Verzeihen, Eure Majestät, es ist noch viel besser, denn es geschieht ihm kein Leid dabei, und er wird dennoch gehängt.
[Büchner: Leonce und Lena.]

und:

Robespierre: „ … Erbarmen mit den Royalisten! rufen gewisse Leute. Erbarmen mit Bösewichtern? Nein! Erbarmen für die Unschuld, Erbarmen für die Schwäche, Erbarmen für die Unglücklichen, Erbarmen für die Menschheit! Nur dem friedlichen Bürger gebührt von seiten der Gesellschaft Schutz. In einer Republik sind nur Republikaner Bürger, Royalisten und Fremde sind Feinde. Die Unterdrücker der Menschheit bestrafen, ist Gnade; ihnen verzeihen, ist Barbarei. Alle Zeichen einer falschen Empfindsamkeit scheinen mir Seufzer, welche nach England oder nach Östreich fliegen. … ”
[Büchner: Dantons Tod. ]

Luise Büchner-Gesellschaft gegründet

Dem Aufruf zur Gründung der Luise Büchner-Gesellschaft folgten zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Darmstadt und Umgebung. Zur Gründungsversammlung im Literaturhaus am 20. Juni wurden die erforderlichen Formalia diskutiert und beschlossen. Den ersten Vorstand bilden als Vorsitzende Agnes Schmidt, als Stellvertreter Heiner Dieckmann, Schriftführern wurde Heide Hildebrandt, für Finanzen zeichnet Ilse Kuchemüller verantwortlich und der Unterzeichner Peter Brunner nimmt ein Amt als Beisitzer wahr.

Der neue Vorstand. V l:. n. r.: Ilse Kuchemüller, Heiner Dieckmann, Agnes Schmidt, Heide Hildebrandt und Peter Brunner

Nach Abwicklung der Eintragungsformalitäten wird der Vorstand im Herbst die Arbeit aufnehmen und mit Mitgliederwerbung beginnen. Interessenten können ab sofort Informationen zur Gesellschaft, ihren Aufgaben und zur Mitgliedschaft über die Luise Büchner-Bibliothek im Darmstadt (http://www.luise-buechner-bibliothek.de ,Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt, Tel. 0 61 51 – 599 788) erhalten.

Die sechs Büchners und ihre Familien

29. April, 19 Uhr, Heimatmuseum Riedstadt-Leeheim, Backhausgasse 8Seit Beginn meiner Beschäftigung mit den Büchners hat immer auch die Genealogie eine Rolle gespielt. Das „Deutsche Geschlechterbuch“ hat 1955 in seinem Band 121, gleichzeitig dem Band 14 des hessischen Geschlechterbuches, eine Genealogie der Büchners seit Hans Büchner (* um 1550 in Neustadt im Odenwald) veröffentlicht.Anton Büchner, der Enkel Wilhelm Büchners und der erste Biograf der Familie,  hat einige ergänzende Notizen dazu hinterlassen, auch das Handexemplar des Geschlechterbuches aus der Familie von Fritz Büchner, dem Darmstädter Maler und Stiefbruder Antons, konnte ich einsehen.Bereits ganz früh machte mir Hans Rothmann in Pfungstadt  die Kirchenbucheinträge zugänglich, die die Familie Büchner betrafen.Details aus Ernsts Geburtseintrag Dort fanden sich Unterschriften von Ernst Karl Büchner (3. 8. 1786 – 19. 5. 1861), dem Vater der Geschwisterreihe,und von Mathilde, der am wenigsten öffentlich wirkenden unter den sechsen.Aus Darmstadt erhielt ich Unterlagen über Nachfahren von Ludwig Büchner. Seine Tochter Mathilde war verheiratet mit Gustav Buß, dessen Vater als Flüchtling 1848 nach Amerika gegangen war.Wilhelms Sohn Ernst (1850 – 1925), der hier schon öfter erwähnt wurde,  schloss nach Scheidung von seiner ersten Frau und Kusine Mathilde, mit der er zwei Söhne hatte, 1885 in Berlin seine zweite Ehe mit Marie Ludovike Karoline von Ferber. Ihr Vater war Karl Hans Hermann Wilhelm von Ferber, die Mutter Auguste Beate Ulrike eine geborene von Angern.Am 29. April werde ich auf Einladung der Bezirksgruppe Hessisches Ried der Hessischen familiengeschichtlichen  Vereinigung einige dieser Verbindungen und Zusammenhänge, aber auch „lose Fäden“ meiner Recherchen, vorstellen.

Summum ius summa iniuria *

Prof. Dr. Gerd Lautner

(TU Darmstadt, Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften)

Verfassungs- und Rechtsfragen bei den Büchners

Sonntag, 21. März 2010, 18.00 Uhr

Kunstgalerie am Büchnerhaus Riedstadt-Goddelau 

Weidstraße 9

Der Vortrag behandelt ausgewählte Konflikte mit der Verfassungsordnung des Großherzogtums Hessen-Darmstadt, denen sich die Mitglieder der Familie Büchner (die Geschwister Georg, Wilhelm, Luise, Ludwig und Alexander) konfrontiert sahen. Der Referent stellt nicht nur die Rechtsfragen insbesondere der Frühmärzzeit dar, sondern zeigt auch relevante Bezüge zum aktuellen Verfassungsgeschehen auf.

* Ist das höchste Recht das höchste Unrecht ?

Einladung

Internationaler Frauentag im Café „Schoko & Wein“

 

„Dem Reich der Freiheit werb’ ich Bürgerinnen“

 

Dieses Motto wählte Louise Otto-Peters 1849 für ihre „Frauenzeitung“

Zum Internationalen Frauentag am Montag, dem 8. März 2010, laden Melanie Keicher-Herrmann vom Zwingenberger Café „Schoko & Wein“ und die Zwingenberger SPD-Frauen zu einer gemeinsamen Veranstaltung ein.

    In lockerer Gesprächsrunde stellt Peter Brunner, Büchner-Experte aus Pfungstadt, die Frauenrechtlerin Luise Büchner (1821 – 1877) und ihre Schwester Mathilde (1815 – 1888) vor. Peter Brunner ist in Zwingenberg kein Unbekannter, er hat im Café „Schoko & Wein“ bereits mehrere gut besuchte Büchner-Lesungen gehalten. Am Weltfrauentag sollen diesmal vor allem die Frauen der Familie Büchner im Vordergrund stehen.

    Dr. Regina Nethe-Jaenchen, stellvertretende Vorsitzende der Zwingenberger SPD, steuert ein Portrait von Louise Otto-Peters (1819 – 1895) bei, die eine der Begründerinnen der deutschen Frauenbewegung war. Sowohl Luise Büchner als auch Louise Otto-Peters setzten sich in zahlreichen Publikationen für das Recht von Frauen auf Bildung und Berufstätigkeit ein und stellten damit das herrschende Frauenbild infrage. Ihre Forderungen erschienen der patriarchalischen Obrigkeit so bedrohlich, dass viele ihrer Schriften verboten wurden oder erst nach „Überarbeitung“ durch die Zensurbehörden erscheinen durften.

    Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr im Café „Schoko & Wein“ am Marktplatz in Zwingenberg.

     

    Interessierte Frauen (und Männer) sind herzlich eingeladen!

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