Neues aus Buechnerland

Peter Brunners Buechnerblog

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Büchnerbande-Premiere erfolgreich

Sechs Biographien – sechs Akteure – 60 Zuschauer

Am letzten hessischen Ferientag fand die lange angekündigte Premiere der Revue „Die wunderbare Büchnerbande“ an einem der wenigen authentischen Büchnerorte überhaupt statt – in Wilhelm Büchners Pfungstädter Villa.

Petra Bassus, Heiner Dieckmann und Peter Brunner

Seit Wochen waren die knapp sechzig Plätze im großen Festsaal ausverkauft, und für die sechs Akteure auf der nicht vorhandenen Bühne blieb nur noch knapper Platz. So kam man sich schnell näher, und spätestens seit dem Lied über den Frankfurter Wachensturm („In dem Turme saßen, zu Frankfurt an dem Main….“)  war klar, dass Szenenapplaus und Mitsingen erlaubt, ja gewünscht war.

Jürgen Qeißner und Thomas Heldmann

Das zweimal 40 Minuten lange Programm mit Originaltexten der Büchnergeschwister bietet im ersten Teil Erinnerungen an den großen Bruder Georg, im zweiten höchst unterschiedliche Textpassagen aus ihren eigenen Werken.

Petra Bassus und Reiner Lenz

Noch am Abend konnten mehrere Anfragen für weitere Auftritte besprochen werden, und so wird das Büchnerland sicher noch einiges von der wunderbaren Büchner-Bande zu hören bekommen.

In Kürze mehr Informationen und Bilder an dieser Stelle!

Anfragen nach Auftrittsterminen und mit Veranstaltungsangeboten wie immer jederzeit gerne an Post@EntwicklungUndKultur.De

Fotos Frank Backes 

Villa Büchner in „Monumente“

Carola Nathan, die Chefredakteurin von Monumente, der Zeitschrift der Deutschen Stiftung Denkmalsschutz, hat auf einer Recherchereise kürzlich die Pfungstädter Villa Büchner besucht. Die Stiftung hatte die Sanierungsarbeiten großzügig unterstützt.

Soeben ist die neueste Ausgabe erschienen, die hier online gelesen und auch per Post bezogen werden kann. In der Strud´l Stub´n der Villa liegt sie auch für Interessenten zur Mitnahme aus.

Frau Nathan hat anlässlich des Schwerpunktthemas zum Tag des offenen Denkmals  „Holz“ geschrieben; Türen, Wandverkleidungen, insbesondere aber die wunderschöne „falsche“ Holzdecke im Speisezimmer der Büchners sind ihr Thema.

„Die Architekten nahmen Bezug auf historische Strömungen – für die äußere Gestaltung genauso wie für die innere. Manchmal mischten sie die Stile, und es ist noch gar nicht so lange her, dass der Historismus aufgrund seiner Kopien und seines Stilpluralismus bei den Kunsthistorikern keine Gnade fand“ schreibt sie zum „gründerzeitlichen Historismus“ der Villa.

Der Festsaal der Villa mit (rekonstruiertem) Eichenparkett. Fenster und Türen sind unter Verwendung der Originale wiederhergestellt; die „Bierlasur“ gaukelt die Maserung wertvollerer Holzarten vor.

Sommerferien-Büchnerspaß: Reisen oder Basteln!

Ich weiß schon lange, dass in Rostock ein Schiff mit dem Namen MS Georg Büchner liegt.

Das 1950 gebaute amerikanische Schiff Charlesville lief seit 1967 unter der Fahne der DDR als „MS Georg Büchner“.

1977 wurde sie zu einem stationären Schulschiff umgebaut und liegt seitdem im Rostocker Hafen.

Mittlerweile gehört sie der Stadt Rostock  und dient als Hotelschiff.

MS Georg Buechner

Die MS Georg Büchner im Rostocker Hafen

Urheber: Grand-Duc, Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Grand-Duc

Schon lange plane ich einen Aufenthalt in Rostock und natürlich die Übernachtung auf dem Schiff. Das geht sowohl in der Hotelabteilung wie in einer Jugendherberge auf dem zweiten Teil des Schiffes.

Das wäre ja schon Grund genug für einen Urlaubs-Post auf dieser Site, aber kürzlich habe ich dazu auch noch einen Urlaub-Zuhause-Vorschlag gefunden, der heute bei mir in der Post lag: Der „Mitteldeutsche Karton-Modell-Verlag“ hat nämlich ein komplettes Modell des schönen Schiffes aufgelegt, und das verspricht eine ausführliche Beschäftigungstherapie für verregnete Urlaubstage. Die insgesamt 12 DIN A 4 Bögen fordern allerdings Bastelqualität und -bereitschaft, über die ich in diesem Ausmaß nicht verfüge; bei mir werden die Bögen wohl unzerschnitten im „Archiv“ bleiben.

Außerdem habe ich dann gleich mit der freundlichen Inhaberin, Frau Brommecker in Berlin, telefoniert und sie gefragt, ob der Verlag ein Modell der Villa Büchner herstellen kann. Das wird jetzt wohlwollend geprüft.

Ab jetzt gibt es also nicht nur für Büchner-Interessenten, sondern auch für Liebhaber beschaulichen Kartonmodell-Bastelns gute Gründe, gelegentlich hier vorbeizuschauen – und das kann ja auch eine nette Ferienbeschäftigung sein!

Glückwunsch, Olga Martynowa!

Bereits im Dezember 2010 war die diesjährige  Ingeborg-Bachmann-Preis-Trägerin mit dem Hessischen Literaturforum auf Veranlassung der Sparkassen-Kulturstiftung Gast in der Villa Büchner.

Olga Martynowa in der Villa Buechner  Legbas blues lounge

Olga Martynowa, Hauptpreisträgerin des Klagenfurter Literaturwettbewerbes,

mit Papa Legba´s Blues Lounge am 18. Dezember 2010 in der Villa Büchner, Pfungstadt

WORTKLANG, die schöne Veranstaltungsreihe von Literatur und Musik, hat sich damit als ausgezeichneter Seismometer erwiesen – ein Grund mehr, die Einladungen auch zu beachten, wenn sie nicht in Büchner-Zusammenhängen stattfinden.

Hier kann Olga Martynowas Text Ich werde sagen „Hi“, für den sie ausgezeichnet wurde, nachgelesen werden.

Veranstaltungen der Luise Büchner-Gesellschaft im 2. Halbjahr 2012

Hier folgt das  zweite Halbjahresprogramm der Darmstädter Luise Büchner-Gesellschaft.

Es steht hier zum Download als pdf-Datei zur Verfügung

 

Freitag, 10.August 2012 um 20.00 Uhr

Villa Büchner Pfungstadt

Premiere:

DIE FABELHAFTE BÜCHNER-BANDE

Eine musikalische Revue zu Leben und Werk der Geschwister, die die Welt verändern wollten

Musik: Thomas Heldmann, Reiner Lenz, Jürgen Queissner (Papa Legba’s Blues Lounge) und Petra Bassus (Vocal und Moderation)

Texte: Peter Brunner, Heinrich Dieckmann (Luise Büchner-Gesellschaft)

Georg, Mathilde, Wilhelm, Luise, Ludwig und Alexander Büchner – die Revue stellt die außergewöhnliche Geschwisterreihe mit zeitgenössischer und moderner Musik, besonders aber mit ihren eigenen Texten vor, „… eine Familie, wo sich Vater und Sohn, Geschwister und nächste Blutsverwandte zu gleicher Zeit als von demselben göttlichen Feuer ergriffen offenbaren“( Karl Gutzkow). 

Eintritt: 12 €. Karten: Ticketservice Pfungstadt, Tel.: 06157 – 97 42 01

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Kulturamt Pfungstadt im Rahmen des Kultursommers Südhessen

 

 

 

 

Mittwoch, 5. September um 16 Uhr

Stadtrundgang zum Thema: Waschen, Kochen, Baden – Frauenleben vom Marktbrunnen zum Großen Woog

Treffpunkt: Marktplatz/Brunnen

Vor dem industriellen Zeitalter war die Wasserversorgung Frauensache. Wasser wurde zum Waschen, Kochen, zur Pflege von Kranken und zu vielen anderen Tätigkeiten gebraucht. Aber wo haben die Frauen das Wasser geholt, wie haben sie ihre Wäsche gewaschen und ihre Kinder gebadet? Solche und ähnliche Fragen werden während des ca. 2-stündigen Spaziergangs beantwortet.

Teilnahmegebühr: 5 €

Im Rahmen der alternativen Stadtrundgänge zum HEAG-Jubiläum

 

 

 

 

Dienstag, 18. September um 19.30 Uhr

Literaturhaus Darmstadt, Kasinostr. 3

Ludwig Büchner und die Frauenfrage

Die enge Kommunikation der Büchner-Geschwistern untereinander ist durch ihre Schriften mehrfach belegt. Vor allem kann man eine enge Verbindung zwischen Luise und Ludwig nachweisen: sie vertrat in ihren Schriften häufig ähnliche Gedanken zu Religion, Politik und Kunst wie Ludwig und er war durch seine Schwester sensibilisiert für die Ideen der Frauenbewegung. Agnes Schmidt und Peter Brunner, Vorstandsmitglieder der Luise Büchner-Gesellschaft stellen einige dieser Schriften vor.

Eintritt 5 €, für die Mitglieder der Luise Büchner-Gesellschaft frei

 

 

 

 

Samstag, 29. September um 20 Uhr

Gemeinsamer Besuch der BüchnerBühne in Riedstadt-Leeheim (Kirchstr.16) zum Theaterstück:

Wenn es Rosen sind, werden sie blühen von Christian Suhr

Frei nach dem Roman „Georg Büchner – Eine deutsche Revolution“ von Kasimir Edschmid.

Eintritt: 15 €. Anmeldungen nach 10. Juli bei

Frau Hildebrandt, Tel.: 06151/48954, Email: hilkrie@t-online.de

Anmeldeschluss ist der 10. September.

 

 

 

Sonntag, 28. Oktober um 11 Uhr: Benefiz-Matinee

Kunstgalerie Büchnerhaus in Riedstadt-Goddelau, Weidstr. 9

Luise Büchners Essay über die Marat-Attentäterin Charlotte Corday

Keine andere Frauengestalt der Französischen Revolution bewegte die Gemüter in den letzten 200 Jahren stärker, als die Marat-Mörderin Charlotte Corday. Über ihren Charakter, ihre Verbindungen zu den Girondisten und die Beweggründe, die zur Mordtat führten, wird bis zur Gegenwart sowohl in der Geschichtswissenschaft als auch in der erzählenden Literatur gerätselt und diskutiert. Luise Büchner versuchte bereits 1865 mit ihrem Essay im Fall von Charlotte Corday Klarheit zwischen Legenden und beweisbaren Fakten zu schaffen. Agnes Schmidt stellt den Text vor und Sigrid Schütrumpf liest Auszüge aus Luise Büchners Essay.

Eintritt: 7 € zugunsten des Büchner-Hauses

 

 

 

 

Donnerstag, 8. November um 19.30 Uhr

Literaturhaus Darmstadt, Kasinostr. 3

Nur Melancholie und Spinnweben?

Über Georg Büchners Braut Wilhelmine Jaeglé

Vortrag von Dr. Jan-Christoph Hauschild, Bochum

Eine Handvoll Korrespondenz hat Wilhelmine Jaeglé berühmt gemacht: Briefe, die Georg Büchner an sie schrieb. Ihre Antworten sind verloren wie fast alles von ihrer eigenen Hand. Wenig nur kennen wir aus ihrem Leben. Ihr langes, eheloses Leben galt als einsam, ihre Wohnung als Sammelplatz von Melancholie und Spinnweben, mit Büchners Nachlass als kostbarstem Besitz. An die Stelle der realen Person trat ein Phantom, ein Objekt für Projektionen. Wilhelmine Jaeglé hatte das Schicksal, Braut eines prominenten Autors gewesen zu sein, folglich interessierte ihr Leben nur, soweit es sich mit dem Leben ihres berühmten Bräutigams berührte. Die Jahre, die sie nach seinem Tod verbrachte, erschienen nutzlos. In seinem Vortrag setzt sich Jan-Christoph Hauschild mit den Legenden über Wilhelmine Jaeglé auseinander und skizziert ihren Lebensweg, insbesondere die sechs Jahre, die sie an Büchners Seite verbrachte.

Eintritt 5 €, für die Mitglieder der Luise Büchner-Gesellschaft frei

 

 

 

 

Dienstag, 20. November um 19 Uhr

Literaturhaus Darmstadt, Kasinostr. 3

Olga Grjiasnova (Baku/Aserbaidschan) liest aus ihrem Roman:

Der Russe ist einer, der Birken liebt

Mascha ist jung und eigenwillig, sie ist Aserbaidschanerin, Jüdin, und wenn nötig auch Türkin und Französin. Als Immigrantin musste sie in Deutschland früh die Erfahrung der Sprachlosigkeit machen. Nun spricht sie fünf Sprachen fließend und ein paar weitere so „wie die Ballermann-Touristen Deutsch“. Sie plant gerade ihre Karriere bei der UNO, als ihr Freund Elias schwer krank wird. Verzweifelt flieht sie nach Israel und wird schließlich von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Mit perfekter Ausgewogenheit von Tragik und Komik und mit einem bemerkenswerten Sinn für das Wesentliche erzählt Olga Grjasnowa die Geschichte einer Generation, die keine Grenzen kennt, aber auch keine Heimat hat.

Eintritt 6 €

 

Im Rahmen des literarischen Programms im Literaturhaus zusammen mit der

Christlich-Jüdischen Gesellschaft Darmstadt

 

 

 

Samstag, 24. November um 18 Uhr

Villa Büchner, Pfungstadt

Tafeln bei Büchners

Zum Kochen gehört viel Gewandtheit, Geduld und Überlegung und vor allem ein vernünftiges Maßhalten, schrieb weiland Luise Büchner. Unter diesem Motto bieten wir an diesem Abend in der Beletage von Wilhelm Büchners Villa, dem historischen Ort zahlreicher Familientreffen der Büchners, unseren Mitgliedern und Freunden ein viergängiges Menü nach Rezepten des 19. Jahrhunderts:

Fischsuppe „Mathilde“ mit Baguette aus der Normandie  – Böfflamott (Boeuf á la mode) mit Pommes Duchesse – Alter Gouda mit Bauernbrot und Butter aus der Heimat von Elisabeth und Mathilda Büchner – Apfelweinschaumspeise. 

Zwischen den Gängen gibt es literarische und musikalische Intermezzi.

Gastwirtin: Sabine Gündisch, Beratung: Ute Meissner-Ohl,

Musik: Hans-Willi Ohl,

Rezitation: Mitglieder des LBG-Vorstands

Teilnahmepreis: 35 €. Achtung: stark begrenzte Teilnehmerzahl!

Anmeldungen nach 10. Juli bei

Frau Hildebrandt, Tel.: 06151/48954, Email: hilkrie@t-online.de

Anmeldeschluss ist der 30. Oktober.

 

 

 

 

Mittwoch, 28. November 19.30 Uhr

Literaturhaus

Veranstaltung zu Luise Büchners 135. Todestag

 

 

Hinweis:

Im Staatstheater Darmstadt (Kammerspiele) wird das Stück „Luise und Mathilde“ von Peter Schanz im Herbst wieder mehrmals aufgeführt. Sollten Sie das Stück noch nicht gesehen haben, besorgen Sie sich unbedingt Karten für eine der Vorstellungen.

Wir beabsichtigen, die beiden großartigen Schauspielerinnen zu einem Gespräch ins Literaturhaus einzuladen. Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

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