Neues aus Buechnerland Peter Brunners Buechnerblog

1.11.2014

Ariane Martin über Wedekind und Büchner

„Ohne die Veröffentlichung der ersten Werkausgabe durch seine Geschwister Luise und Ludwig wäre Georg Büchner heute vergessen“, „Gerhard Hauptmann hat Büchner nach der Veröffentlichung der zweiten Werkausgabe durch Franzos kennengelernt und nachhaltig dazu beigetragen, dass der Dichter der Vergessenheit entrissen wurde”, „Wedekind stellt sich, angeregt durch Hauptmann, bewusst in die Tradition Büchners” – mal sehen, ob diese verbreiteten Allgemeinplätze noch lange Bestand haben.

 

Ariane Martin hat kürzlich eine grundlegende Veröffentlichung zur frühen Rezeption Georg Büchners vorgelegt („Georg Büchner 1835 bis 1845. Dokumente zur frühen Wirkungsgeschichte”), die hier in Kürze ausführlicher vorgestellt wird. Damit hat sie mit der These vom „vergessenen Dichter” aufgeräumt.

Die Darmstädter Luise Büchner-Gesellschaft hat im Jahr von Wedekinds 150. Geburtstag zusammen mit der Frank Wedekind-Gesellschaft kürzlich eine szenisch-musikalische Lesung seiner Texte (mit der Schauspielerin Cornelia Bernoulli und dem Sänger und Schauspieler Bruno Hetzendorfer) im Darmstädter Literaturhaus organisiert.

Am 7. November wird Frau Martin den Büchner/Wedekind-Thesen auf den Zahn fühlen.

 

 

ArianeMartinBuechnerbox

Prof. Dr. Ariane Martin im Sommer 2013 in der BüchnerBox

Freitag 7. November um 19.30 Uhr
Literaturhaus (Kennedyhaus), Kasinostr. 3
Frank Wedekind und Georg Büchner
Vortrag von Dr. Ariane Martin (Universität Mainz)

Wie kommt es, dass wie selbstverständlich gesagt wird, Wedekind stehe in der Nachfolge Büchners? Der Vortrag sichtet die wenigen Rezeptionszeugnisse, die von Wedekind selbst stammen, sowie die Zuschreibungen einer angeblich ausgeprägten Büchner-Rezeption aus seinem unmittelbaren Umfeld, auf die das verbreitete Bild von Büchner als Vorläufer Wedekinds zurückzuführen sein dürfte.

Gemeinsame Veranstaltung der Luise Büchner-Gesellschaft mit der Wedekind-Gesellschaft
Eintritt frei

 

von Peter Brunner

SPeterBrunner

 

27.9.2014

Frank Wedekind – Enfant terrible auf Büchners Spuren?

Die Luise Büchner-Gesellschaft veranstaltet im diesem Herbst zwei Abende zu Frank Wedekind

zu denen hier herzlich eingeladen wird:

 

FrankWedekind1883

 

Am Dienstag, dem 30. September um 19 Uhr, im Literaturhaus (Kennedy-Haus), Kasinostr. 3

Lulu und die anderen – Frank Wedekinds Frauen und die Bohème

mit Cornelia Bernoulli und Bruno Hetzendorfer (München)

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts provozierte Frank Wedekind den Literatur- und Bühnenbetrieb mit seinem neuen Stil. Seine drastischen und freizügigen Texte wurden oft von der Zensur verboten. Die szenisch-musikalische Lesung anlässlich des 150. Geburtstags von Frank Wedekind schlägt einen rasanten Bogen mit Szenenausschnitten, Liedern, Tagebuchnotizen und Briefen des Autors, Kabarettisten und Schauspielers. Dem gegenüber stehen Zeugnisse und Zitate verschiedener Zeitgenossen; insbesondere von Frauen aus seinem Leben.

Gemeinsame Veranstaltung mit der Wedekind-Gesellschaft und der Leitung des Literaturhauses.

Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro

und

am Freitag , dem 7. November um 19.30 Uhr, Literaturhaus (Kennedyhaus), Kasinostr. 3

Frank Wedekind und Georg Büchner

Vortrag von Dr. Ariane Martin (Universität Mainz)

Wie kommt es, dass wie selbstverständlich gesagt wird, Wedekind stehe in der Nachfolge Büchners? Der Vortrag sichtet die wenigen Rezeptionszeugnisse, die von Wedekind selbst stammen, sowie die Zuschreibungen einer angeblich ausgeprägten Büchner-Rezeption aus seinem unmittelbaren Umfeld, auf die das verbreitete Bild von Büchner als Vorläufer Wedekinds zurückzuführen sein dürfte.

Gemeinsame Veranstaltung mit der Wedekind-Gesellschaft

Eintritt frei

Die Abfolge der beiden Veranstaltungen bietet auch derjenigen, die mit Wedekinds Leben und Werk weniger vertraut ist, die gute Gelegenheit, den Vortrag am 30. 9. als Einführung zu verstehen und dann am 7. 11. Frau Professor Dr. Ariane Martin, die gerade einen wichtigen Band zur frühen Rezeptionsgeschichte Georg Büchners* vorgelegt hat, zu hören.

* Ariane Martin (Hg.): Georg Büchner 1835 bis 1845. Dokumente zur frühen Wirkungsgeschichte. Vormärz-Studien Band XXXIV. 2014, Bielefeld, Aisthesis, ISBN 978-3-8498-1027-6, 386 Seiten, geb. EUR 39,80

 

SPeterBrunner

von Peter Brunner

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