Neues aus Buechnerland Peter Brunners Buechnerblog

17.1.2019

Auf ein Neues!

Der Förderverein Büchnerhaus e.V. hat wie schon im vergangenen Halbjahr sein Veranstaltungsprogramm vorgelegt; diesmal erstmals und als sichtbares Zeichen vom Zusammenwachsen im Büchnerland gemeinsam mit der Luise Büchner-Gesellschaft in Darmstadt. Mit unseren engen Freunden von der BüchnerBühne ist das diesmal nur deshalb nicht gelungen, weil dort einerseits zwangsläufig längerfristig voraus geplant (und dann eben auch veröffentlich) wird, und weil wir noch nicht wissen, ob und wie Sie, unser geschätztes Zielpublikum, die Termine und Angebote auf eine mindestens ähnlich gute Weise wie bisher präsentiert bekommen können. Letztlich ist das also also sowohl eine Koordinations- wie eine Gestaltungsfrage. Bleiben Sie gespannt – bis zum zweiten Halbjahr wollen wir das geschafft haben.

Hier finden Sie also das gemeinsame Veranstaltungsprogramm zum Download; lassen Sie sich nicht irritieren: das ist eigentlich zum Ausdruck auf einen DIN A 3 großen Bogen gestaltet, der dann zweimal gefaltet wird. So macht es Sinn, dass ein Teil des Textes der ersten Seite scheinbar verkehrtherum gesetzt wurde.

Wir bemühen uns, das Programm an möglichst vielen Stellen „analog” zur Verfügung, also zur Auslage für Sie, zu bringen. Selbstverständlich finden Sie es zum Mitnehmen bei all unseren Veranstaltungen.

So gesehen ist die einfachste Variante, wenn Sie einfach gleich am 24.1. ins Büchnerhaus zur ersten Veranstaltung des Jahres kommen.

Das kurze, aufregende Leben Georg Büchners hinterließ zahlreiche Fragen, die uns bis heute bewegen. Was wohl aus dem jungen Züricher Privatdozenten geworden wäre, wird immer wieder gefragt. 2018 hat das Büchnerhaus zusammen mit der Kreisvolkshochschule Antworten darauf gesucht, indem die Lebensläufe von Georg Büchners Geschwistern, der Familie, „die die Welt verändern wollte“, vorgestellt wurden.
Es wurde gefragt, wie weit sich seine Schwestern, Brüder und Nachfahren dem großen Vorbild verpflichtet sahen und ob und wie sie ihr eigenes Leben und Wirken als Fortsetzung oder Weiterentwicklung seiner Ideale und Vorstellungen verstanden. Gleichzeitig haben wir mit Unterstützung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung verfolgt, wie sich die Ideen der Republikaner an den Wendungen unserer Geschichte finden: anlässlich der Jubiläen im Jahr 2018 untersuchten wir 1793, 1848, 1918, 1948 und 1968. In diesen Jahren wurden politische Weichen gestellt, die die „langen Linien“ der republikanischen Ideen in unsere Gegenwart führen.


Die Beschäftigung mit historischen Ereignissen und mit dem Leben historischer Persönlichkeiten, insbesondere aus unserem eigenen lokalen Umfeld, vertieft die Erkenntnis darüber, „wie wir wurden, was wir sind“. Unsere Gegenwart ist vielfältig von ihren Persönlichkeiten und ihrem Einsatz für eine bessere Welt bestimmt.

2019 soll die Überlegung daher mit dem Blick auf einige von Büchners Freunden fortgesetzt werden.

Manche von Büchners Freunden haben viel länger als er gelebt und sind einflußreiche und bekannte Persönlichkeiten geworden, von anderen wissen wir kaum mehr als dass sie ihm begegnet sind. Im Büchnerhaus soll ihnen 2019 besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden: zum Beispiel
den klugen und einflußreichen Frauen wie Caroline Schulz und Minna Jaeglé, Wilhelm Schulz, dem „Mann, der Marx Ideen gab”, August Becker, der auch mit Alexander und Ludwig Büchner befreundet war und schließlich in die USA ging, den Darmstädter Schulfreunden wie Karl Minnigerode, den Elsässern um die Brüder Stoeber oder den Butzbachern um Fritz Weidig.

Die Referent*innen sind mit der Materie bestens vertraut und seit vielen Jahren in der Forschung um Georg Büchner tätig.



Donnerstag, 24. Januar 2019 |

VERANSTALTUNGSREIHE ZEITGENOSSEN: Georg Büchner

Peter Brunner, Leiter des Museums Büchnerhaus, erläutert das Konzept der Reihe.

Welchen Einfluss nehmen welthistorische Ereignisse auf die kleine Welt des Darmstädter Gymnasiasten? Was liest er? Was bedeutet ihm Freundschaft, was Liebe? Woher kommt die ungeheure Sprachgewalt, mit der er in kürzester Zeit ein Schauspiel über die Französische Revolution schreibt? Büchners kurzes, wildes, außergewöhnliches Leben bewegt uns bis heute. Diesmal nähern wir uns ihm und seiner Gedankenwelt über die Menschen, die ihn umgaben.

Die Veranstaltung bietet sich auch für diejenigen an, die im VHS-Kurs 2018 einen eigenen Abend für Georg Büchner vermisst haben.

| Kunstgalerie am Büchnerhaus | 18:30 Uhr | 8 €

von Peter Brunner

Peter Brunner

Peter Brunner

30.11.2018

Mahdi Ehsaei am 8. 12. 2018 im Büchnerhaus

Mahdi Ehsaei, geboren 1989 in Münster, NRW, ist ein deutsch-iranischer Fotograf, Künstler und Designer. Ehsaei ist graduierter Designer der Hochschule für Gestaltung, Darmstadt.

 

(C) M. Ehsaei (http://www.mahdi-ehsaei.com/about/)

An der „Büchner-Biennale“ 2013/14 in Darmstadt beteiligte er sich mit zwei aufsehenerregenden Beiträgen:

rund um das große Zierbeet vor dem Darmstädter Hauptbahnhof platzierte er zahlreiche Metallschilder – „quote signs“ – , die auf den ersten Blick wie botanische Erläuterungen wirkten, tatsächlich aber die Blütenpracht der Beete um die Pracht zahlreicher Büchnerzitate erweiterten.

                    

 

Im „Königreich Popo“ dem kleinen, versteckten Gärtchen am Hauptbahnhof stellte er „listening stations“ auf – Betonwürfel mit eingebauten mp3-playern, die über ein Dosentelefon wie aus Kinderspielen Büchnerzitate, gesprochen von Stefan Schuster, wiedergaben. Aus dieser Arbeit ist eine Internetinstallation geblieben, die unter http://pretaparsi.com/buechner/# bis heute auf Mausklick Büchnerzitate liefert.

 


Bluespapa Reiner Lenz an der Hörstation

 

Mit der freundlichen Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst ist es gelungen, Mahdi Ehsaei zu einem Vortrag ins Büchnerhaus einzuladen.

Am Samstag, dem 8. Dezember, wird er um 19 Uhr während des gleichzeitigen Weihnachtsmarktes im Büchnerhaus über seine Arbeit sprechen. Neben einem Rückblick auf die Darmstädter Arbeiten, die künftig am Büchnerhaus gezeigt werden, wird er im Gespräch mit dem Museumsleiter Peter Brunner schildern, was ihn an Georg Büchners Leben und Werk interessiert und was die Interaktion von Geschichte und Literatur des 19. Jahrhunderts mit der bildenden Kunst des 21. Jahrhunderts erreichen kann.

von Peter Brunner

 

Peter Brunner Peter Brunner

1.8.2018

Veranstaltungen im Büchnerhaus II/2018

Zum Ende der hessischen Sommerferien legt der Förderverein Büchnerhaus sein zweites Halbjahresprogramm 2018 vor und beginnt im August gleich mit vier Veranstaltungen.

Bitte nutzen Sie die Gelegenheit und tragen sich jetzt gleich unsere Termine ein; gerne dürfen Sie dieses Informationsmaterial weitergeben, gerne auch per Mail oder in sozialen Medien auf diesen Eintrag hinweisen! 

 

 

Hier findet sich das Programm als pdf zum Download – es eignet sich in dieser zweiseitigen Form auch als kleines Plakat zum Aushang, worum alle mit dieser Möglichkeit herzlich gebeten sind. Gedruckte Exemplare versenden wir gerne.

Für das Benefizkonzert unserer Freunde von Le Cairde aus Darmstadt am 12. August gibt es auch ein eigenes kleines Plakat, auch das hier to whom it may concvern als pdf. 

Spätestens seit der Umbenennung der Bus-Verbindungslinie vom Darmstädter Hauptbahnhof nach Riedstadt in „Büchnerlinie“ (hier der direkte link zum Fahrplan: günstige Verbindung ins Ried) lässt sich der Busanschluss übrigens nicht nur gut nutzen, sondern auch leichter finden!

Natürlich sind Fahrräder herzlich willkommen, und ein paar Autoparkplätze gibt es sogar im Hof des Büchnerhauses.

Die Ausstellung im Büchnerhaus ist regelmäßig Donnerstags und Sonntags geöffnet, außerdem öffnen wir das Museum eine Stunde vor den Veranstaltungen in der Galerie.

Also auf bald!

 

 

Peter Brunner Peter Brunner

12.6.2018

Stadtspaziergang zu Luise Büchners 197. Geburtstag

Filed under: Darmstadt,Luise Büchner,Veranstaltung,Volksbildung,Vortrag — Schlagwörter: , , — peter brunner @ 09:32

Zu Luise Büchners 197. Geburtstag treffen sich Mitglieder und Freundinnen der Luise-Büchner-Gesellschaft am 12. Juni um 15 Uhr am neuen Denkmal vor dem „Pädagog” in der Döngesborngasse.

 

Agnes Schmidt, Jutta Schütz und meine Wenigkeit werden mit Berichten, Zitaten und einigen Bildern an die Kinder- und Jugendzeit der Büchners erinnern.

 

Meldebogen der Familie Büchner StadtA Darmstadt, St 12 A Nr. 142/6

 

Anschließend besuchen wir die Gräber von Luise Büchner und anderen Mitgliedern der Familie Büchner auf dem Alten Friedhof.

von Peter Brunner

 

Peter Brunner

Peter Brunner

18.4.2018

Büchner am Tag für die Musik – 6. Mai 2018 – auf der BüchnerBühne

Im jährlichen Wechsel unterstützt hr2 in Hessen Veranstaltungen zu einem Tag der Literatur und einem Tag der Musik.

 

2018 beteiligen sich auch die Riedstädter Büchner-Aktivisten mit einem gemeinsamen Musikprogramm: BücherHaus und BüchnerBühne haben einen hochkompetenten Referenten gewonnen, der wie kaum ein anderer literarische und musikalische Kompetenz verbindet:

 

Georg Büchner und die Musik

Chefdramaturg der Oper Frankfurt zu Gast bei der BüchnerBühne Riedstadt – Vortrag mit Hörbeispielen am 6. Mai 2018

In einer gemeinsamen Veranstaltung der BüchnerBühne Riedstadt und des Fördervereins Büchnerhaus zeigt Prof. Dr. Norbert Abels, dass Büchner nicht nur in der Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts, sondern eben auch in der Musik zahlreiche Spuren hinterlassen hat.

Vortrag und Gespräch mit Christian Suhr und Peter Brunner sowie mit zahlreichen Hörbeispielen findet am Sonntag, 6. Mai 2018 um 16:00 Uhr im Theatersaal der BüchnerBühne in Riedstadt-Leeheim (Kirchstraße 16) statt.

Das Theatercafé öffnet für die Gäste bereits um 15:00 Uhr. An diesem Tag bleibt das Museum BücherHaus geschlossen.

 

Alban Berg komponierte seinen Wozzek schon, als die korrekte Lesung „Woyzeck“ noch gar nicht erkannt worden war. Auch die 1926 erstaufgeführte Oper von Manfred Gurlitt ist, nicht zuletzt durch die Doppelinszenierung der Darmstädter Bühne, als Büchner-Musikstück bekannt. Norbert Abels, der Chefdramaturg der Oper Frankfurt, hat sich als Germanist und als Musikwissenschaftler mit Büchner in der Musik beschäftigt; für die Wozzek-Aufführung der Oper Frankfurt führte er die Dramaturgie.

In seinem Vortrag wird er mit zahlreichen Hörbeispielen erläutern, wie sich „ … die singuläre Position Büchners … Gegensätze unversöhnt gelassen zu haben“ (Abels) in zeitgenössischer Musik wiederfindet.

Tatsächlich kennt Abels sehr viel mehr musikalische Annäherungen an Büchners Werk als „nur“ die Woyzeck-Adaptionen; in Wien und Magdeburg ist beispielsweise gerade Gottfried von Einems „Danton“ auf der Bühne (bei youtube findet sich hier eine Aufzeichnung der Inszenierung unter Lothar Zagrosek 1983 in Salzburg), unter anderem wird Abels auch erstmals von einer neu komponierten, noch unaufgeführten Oper zu Leonce und Lena berichten.

Norbert Abels studierte Literatur- und Musikwissenschaft, Philosophie und Judaistik. Er ist Autor zahlreicher kulturkritischer Studien und Bücher. Seit 1980 Literaturdozent am Media-Campus Frankfurt. Seit 1985 an der Oper Frankfurt tätig, ab 1997 als Chefdramaturg. Seit 2005 Professor für Theaterdramaturgie an der Folkwang-Universität der Künste, seit 2006 Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Zahlreiche Gastdramaturgien, u. a. von 2003 bis 2010 bei den Bayreuther Festspielen sowie auf internationalen Bühnen.

Die Vortragsveranstaltung ist Bestandteil des hessenweiten Aktionstages „Musikland Hessen – Ein Tag für die Musik“ unter der Federführung von hr2-kultur, dem Kulturprogramm des Hessischen Rundfunks. Gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK), dem Landesmusikrat Hessen, musikfördernden Institutionen, Archiven, Initiativen und Vereinen in zahlreichen hessischen Städten und Gemeinden soll Musik aus, über und in Hessen erlebbar gemacht werden.

Das Projekt wird von all diesen Partnern mitgetragen und soll kontinuierlich wachsen. Ein wichtiges Ziel ist die Erschließung des musikalischen Erbes unseres Bundeslandes. Dieses soll einer breiteren Öffentlichkeit ebenso näher gebracht werden, wie die gegenwärtige lebendige musikalische Vielfalt Hessens.

Eintrittskarten für die Veranstaltung zum Preis von 15 Euro sind online über den Ticketshop unter www.buechnerbühne.de und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen über Reservix erhältlich. Zusätzlich fungieren die Buchhandlungen Bornhofen in Gernsheim und Faktotum in Wolfskehlen, die Infothek des Landratsames in Groß-Gerau sowie „Florales & Handgemachtes“ in Goddelau, Weidstraße 5 F als örtliche Vorverkaufsstellen des Veranstalters. Karten an der Abendkasse kosten generell zwei Euro mehr.

von Peter Brunner

 

Peter Brunner

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