Neues aus Buechnerland

Peter Brunners Buechnerblog

Kategorie: in eigener Sache (Seite 1 von 9)

Es ist ganz im Sinne Georg Büchners und seines Einsatzes für Gleichheit, alles dafür zu tun, dass nicht knappes Geld den Zugang ausgerechnet zu seinem Museum einschränkt.


Satzungsgemäß tagte die Jahreshauptversammlung des Fördervereins Büchnerhaus am 21. März.

Neben den vereinsrechtlichen Formalia wie der ohne Gegenstimmen erfolgten Entlastung des weiter amtierenden Vorstandes waren es insbesondere der Ausblick und zukunftsweisende Festlegungen, die das Programm des Abends dominierten.

In den vergangenen Monaten ist es endlich gelungen, den Bau der Scheune gemäß dem eingereichten Bauantrag fertigzustellen, Rück – und linke Seitenwand wurden geschlossen. Nach einer Begehung durch die zuständige Kreisbehörde ist zu erwarten, dass nun wenigstens die vorgesehene bescheidene und gelegentliche Nutzung für Veranstaltungen im Freien möglich wird. Wir hoffen, dass das mit dem Auftritt unserer Freunde von Le Cairde aus Darmstadt im Sommer losgeht.

Die „Büchnerscheune” hat nun zwei geschlossene Aussenwände

Zahlreiche Kontakte zu Presse und Politik hatten nicht nur wirtschaftliche, sondern auch publizistische Folgen. Es ist ein großer Erfolg, dass die hessische Regierungskoalition die Unterstützung für die Riedstädter „Büchnerarbeit“ ausdrücklich in den Koalitionsvertrag aufgenommen hat, und dass der Bundespräsident das Büchnerhaus in seinem Beitrag zum Jubiläum der Märzaufstände 1848 in Berlin erwähnt, ist eine wohltuende Anerkennung für die hier seit Jahrzehnten geleistete Arbeit.

In diesem Zusammenhang wird Bürgermeister Marcus Kretschmann, der gleichzeitig Vorsitzender des Fördervereins Büchnerhaus ist, den Stadtverordneten einen Beschluss darüber vorlegen, die offizielle Benennung Riedstadts als „Büchnerstadt“ durch das hessische Innenministerium zu beantragen.

Die heute schon geführte „informelle” Benennung der Stadt

Dem Förderverein ist in den letzten Monaten neben einer großzügigen Einzelspende und verschiedenen Landesfördermitteln auch, zusammen mit der BüchnerBühne, vom Kreistag des Landkreises Gross-Gerau Unterstützung zugesagt worden. Noch im Dezember 2018 haben die Parlamentarier insgesamt 60.000 € genehmigt.

 „Die Mittel sind nach gemeinsamer Absprache für Maßnahmen der Demokratiebildung im Sinne Georg Büchners und den Zielen der beiden Institutionen für die Informations- und Bildungsarbeit mit jungen Menschen einzusetzen“


lautet der Beschluss. Nach interner Absprache und einem Treffen mit Landrat Thomas Will wird das Geld 2019 den beiden Vereinen zu gleichen Teilen zukommen. Das Büchnerhaus kann damit ab dem 1. Mai 2019 ein Jahr lang seine Öffnungszeiten um zwei weitere Tage verdoppeln und auf das Erheben von Eintritt für Einzel –und Gruppenbesuche verzichten. Der Vorstand begründet seinen Beschluss so:

„Erfahrungen anderer Museen belegen eindeutig, das selbst geringe Eintrittsgebühren prohibitiv wirken: insbesondere bildungs- oder sozial benachteiligte Personen scheuen kostenpflichtige Angebote. Die Unterstützung des Landkreises macht es möglich, auf die bisherigen Einnahmen von ca. 3 T€ im Jahr zu verzichten und die zusätzliche Arbeitszeit zu honorieren. Es ist ganz im Sinne Georg Büchners und seines Einsatzes für Gleichheit, alles dafür zu tun, dass nicht knappes Geld den Zugang ausgerechnet zu seinem Museum einschränkt. Dem war schon bisher durch Erlass des Eintritts für Minderjährige entsprochen worden, mit den zusätzlichen Mittel wird es möglich, dies auf alle Besucher*innen auszudehnen.

Die Ausdehnung der Öffnungszeiten soll es leichter machen, das Museum aufzusuchen. Insbesondere die künftige Möglichkeit, vor annähernd jeder Aufführung der BüchnerBühne das Goddelauer Museum zu besuchen, kann so angeboten werden.“

In den nächsten Monaten soll nun an der engen Kooperation von Büchnerhaus und BüchnerBühne gearbeitet werden; öffentlich werden nächste Ergebnisse wahrscheinlich am Tag der Literatur in Hessen, dem 26. Mai, wenn es heißt „Stadt, Land, Fluss – mit dem Bus durchs BüchnerLand“

Peter Brunner

von Peter Brunner

2018 – same procedure …

Zum Jahresbeginn auch diesmal wieder ein unsentimentaler Rückblick mit Dank an die Besucher*innen – nach den Zugriffsstatistiken des Blogs

2018: 125.189 Besucher (Hintergrund: 2017)

waren es rund 10.000 im Monat, die insgesamt

2018: 737.290 Seitenzugriffe (Hintergrund: 2017)

gut 60.000 Seiten des Blogs pro Monat aufgerufen haben.

Ich bin als Blogautor nicht alleine damit, dass diese Besucher*innen fast alle „stumm“ bleiben; Feedback gibt es hier im Blog fast nie, auch bei twitter  oder facebook, wo ich meist auf neue Einträge aufmerksam mache, selten mehr als ein paar „likes”. Komischerweise finden die meisten Reaktionen sehr persönlich statt – teils im analogen Gespräch, teils in manchmal sehr hilfreichen und tiefgründigen Mailwechseln.

Ich lade gerne erneut dazu ein, hier im Blog direkt zu kommentieren; insbesondere neue Besucher*innen natürlich hier auch zum Abonnement – dann kommt nach jedem Neueintrag eine E-Mail als Nachricht.

In Kürze folgt hier die Ankündigung von Veranstaltungen im Büchnerhaus im ersten Halbjahr 2019. Auf bald!

von Peter Brunner

Peter Brunner

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„Was uns verbindet?“ „Meinungsfreiheit!“

Zum Tag des offenen Denkmals zeigt das Bücherhaus erstmals eine Ausstellung im Freien.

„Entdecken, was uns verbindet” heißt das diesjährige Motto, und es ist zwar keine erfreuliche, aber eine unübersehbare Verbindung, dass uns der Kampf um die Meinungsfreiheit mit den Republikanern des 19. Jahrhunderts verbindet. Bedauerlich, aber bedenkenswert.

Die Ausstellung vor der Paulskirche in Frankfurt am Main

 

Schulklassen aus Hessen haben auf Anregung von „Geist der Freiheit“, der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung und des Museums für Kommunikation Frankfurt  Plakate zum Thema gestaltet, die zur Bannerausstellung gestaltet wurde.

Am Sonntag, dem 9. September, öffnet das Büchnerhaus um 11 Uhr (bis 18 Uhr) wie immer am Denkmalstag bei freiem Eintritt; die Banner im Hof können ab dann auch außerhalb der Museums-Öffnungszeiten (Do. und So. 14 – 18 Uhr), mindestens zu den Öffnungszeiten des Kulturbüros Riedstadt (Mo-Do 8:30 – 12 Uhr) besichtigt werden.

 

Hier ist der kleine Flyer zur Ausstellung zum download.

 

 

 

 

 

von Peter Brunner

 

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Veranstaltungen im Büchnerhaus II/2018

Zum Ende der hessischen Sommerferien legt der Förderverein Büchnerhaus sein zweites Halbjahresprogramm 2018 vor und beginnt im August gleich mit vier Veranstaltungen.

Bitte nutzen Sie die Gelegenheit und tragen sich jetzt gleich unsere Termine ein; gerne dürfen Sie dieses Informationsmaterial weitergeben, gerne auch per Mail oder in sozialen Medien auf diesen Eintrag hinweisen! 

 

 

Hier findet sich das Programm als pdf zum Download – es eignet sich in dieser zweiseitigen Form auch als kleines Plakat zum Aushang, worum alle mit dieser Möglichkeit herzlich gebeten sind. Gedruckte Exemplare versenden wir gerne.

Für das Benefizkonzert unserer Freunde von Le Cairde aus Darmstadt am 12. August gibt es auch ein eigenes kleines Plakat, auch das hier to whom it may concvern als pdf. 

Spätestens seit der Umbenennung der Bus-Verbindungslinie vom Darmstädter Hauptbahnhof nach Riedstadt in „Büchnerlinie“ (hier der direkte link zum Fahrplan: günstige Verbindung ins Ried) lässt sich der Busanschluss übrigens nicht nur gut nutzen, sondern auch leichter finden!

Natürlich sind Fahrräder herzlich willkommen, und ein paar Autoparkplätze gibt es sogar im Hof des Büchnerhauses.

Die Ausstellung im Büchnerhaus ist regelmäßig Donnerstags und Sonntags geöffnet, außerdem öffnen wir das Museum eine Stunde vor den Veranstaltungen in der Galerie.

Also auf bald!

 

 

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Zum Jahreswechsel: kleiner Rück- und kurzer Ausblick

Wie in jeden Jahr zum Jahresende heute ein kurzer Blick auf die Nutzerstatistik des Blogs:

2017 ist die Gesamtzahl der Besucher leicht zurückgegangen. Nach (2016) 158.902 waren es 2017 insgesamt 145.041 Besucher*innen.

Gleichzeitig stieg aber die Zahl der aufgerufenen Seiten leicht von 677.951 auf 683.936 und die durchschnittliche Verweildauer nahm deutlich zu – von 38 auf 53 Sekunden, in denen gleichzeitig statt 2,8 (2016) durchschnittlich jetzt 3,4 Seiten aufgerufen wurden. Für ein Blog scheint mir das ganz gut zu sein; offenbar fühlen sich viele Besucher*innen animiert, mehr als nur den aktuellen Beitrag zu lesen.

 

Durch die Restriktion der Mailsoftware mailpoet, die nach jedem neuen Beitrag eine Nachricht an eingetragene Abonnenten sendet, ist deren Zahl bei mir stets auf unter 1.000 beschränkt, wobei mir ohnehin nicht klar ist, warum und woher der größere Teil dieser „Abonnent*innen” kommt. Tatsächlich aktiv eingetragen und später wiederholt auf der Site sind davon heute ca. 150, die als Reaktion auf die Mail mehr oder weniger regelmäßig nach jedem neuen Beitrag vorbeikommen – vielen Dank dafür! Wer diesen Service bisher noch nicht nutzt, ist herzlich dazu eingeladen – mit einem Klick auf „Anmelden“ hier rechts unten (oder einfach hier) öffnet sich das entsprechende Eintragsfenster. Das verpflichtet zu nichts und ist und bleibt durchaus nicht umsonst, wohl aber kostenlos!

  • Für die nächsten Tage bereite ich einen Bericht über einen äußerst attraktiven neuen Tagebuch-Fund vor, der insbesondere auf Georg Büchners Mutter Caroline ein interessantes neues Licht wirft und in dessen Zusammenhang eine bisher gänzlich unbekannte verwandtschaftliche Beziehung zu einem „Gerechten unter den Völkern”  aufgetaucht ist.
  • Auch die Veranstaltungsreihe zu „2018 – das Jahr der republikanischen Jubiläen“, u.a. mit Peter Brandt, Frank Deppe und Gerd Koenen sowie den beiden Vorsitzenden der Enquete-Komission zur Hessischen Verfassung, Jürgen Banzer und Heike Hofmann,  im Büchnerhaus wird hier in Kürze ausführlich angekündigt.
  • Schließlich sind insbesondere die in der Nähe angesiedelten Leser*innen herzlich zu einer kleinen Vortragsreihe im Büchnerhaus eingeladen, die ich ab dem 5. Februar monatlich für die Kreisvolkshochschule Groß-Gerau veranstalte: „Hier bietet sich die Gelegenheit, … in kommunikativer Runde mit der außergewöhnlichen Biographie der sechs Büchners – dem Dichter , Revolutionär und Naturforscher Georg, dem Chemiker und Unternehmer Wilhelm, der Bürgerin Mathilde, der Frauenrechtlerin, Publizistin und Historikerin Luise, dem Arzt, Philosophen und Publizisten Ludwig und dem Anwalt, Sprachforscher, Autor und Feuilletonisten Alexander bekannt gemacht zu werden.”
  • Schon am 21. Januar, um 11 Uhr vormittags, stellen wir im Büchnerhaus eine Neuerwerbung vor, die uns die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und die Sparkassenstiftung Gross-Gerau ermöglichten: wir konnten ein historisches Flugblatt erwerben, auf dem in Leipzig die Hinrichtung von Johann Christian Woyzeck angekündigt wird: “ sich während der Hinrichtung „ … allen ungestümen Drängens schlechterdings (zu) enthalten“. Reinhard Pabst trägt dazu neue Erkenntnisse vor: „Was geschah mit Woyzecks Schädel?“

 

Also: tragen Sie sich ein, kommen Sie gerne und oft virtuell auf dem Blog und ganz besonders gerne materiell im Büchnerhaus vorbei, beenden Sie das Jahr in Frieden und hoffnungsfroh und haben Sie Ihre guten Wünsche im nächsten Jahr erfüllt!

 

von Peter Brunner

 

Peter Brunner

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