Peter Brunners Buechnerblog

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Die quote signs von Mahdi Ehsaei sind da!

2013 hat Mahdi Ehsaei als Student der Hochschule für Gestaltung in Darmstadt zwei eindrucksvolle und vielschichtige Beiträge zum Festival Büchner 200 erarbeitet:

„Quote signs“

und

„Listening station“

(die links führen zu seinem Webauftritt mit Bildern und Erläuterungen)

Ich habe hier in meinem kritischen Rückblick auf die Büchner 200-Aktivitäten davon berichtet.

Im Dezember 2018 konnte er dann mit der freundlichen Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst in einem Vortrag im Büchnerhaus über seine Arbeit berichten. Dabei hat er versprochen, uns seine beiden Werke zu überlassen, und heute brachte er die eigens für das Büchnerhaus angefertigten „quote signs“ vorbei

Meine Wenigkeit mit Büchnerscher Klarheit

In den nächsten Wochen werden wir die Schilder rund ums Büchnerhaus aufstellen – und bald auch die listening station!

Ich sage oft, Büchners Worte sind wie mit Hammer und Meissel geschrieben – hier sind sie eingebrannt!
Hof und Garten am Büchnerhaus

Peter Brunner

von Peter Brunner

Büchner findet statt!

Das Museum in Georg Büchners Geburtshaus im Riedstädter Stadtteil Goddelau muss vorläufig geschlossen bleiben – die Enge in den Ausstellungsräumen des historischen Fachwerkhauses lässt Besuche unter den vorgegebenen Sicherheitsabständen einfach nicht zu.

 

Museumsleiter Peter Brunner hat sich daher vorgenommen, in Videobeiträgen aus der Vielfalt des Museumsangebotes zu berichten. Er beginnt mit der Biographie von Georg Büchners Vater. Die Reihe soll fortgesetzt werden (und er wird dabei gerne auf Fragen und Hinweise reagieren).

Hier geht es zum ersten Beitrag – über Georg Büchners Vater Ernst Büchner.

Peter Brunner

von Peter Brunner

„ … es ist nicht so arg, als es die Leute machen, es sind zwar schon viele Menschen daran gestorben.”

„Wenn Du hörst daß hier das Nervenfieber grasierte, so ängstige Dich nicht, es ist nicht so arg, als es die Leute machen, es sind zwar schon viele Menschen daran gestorben. Kürzlich starben aus einer Familie drei jungen Leute. Zwei Söhne und eine Tochter, sie wurden an einem Tage begraben, und gestern soll auch die Mutter gestorben sein.“ (Caroline Büchner an ihren Sohn Georg, Darmstadt, 30. Oktober 1836)


Es ist der erste April, und ich bin bereits mehrfach darauf angesprochen worden, wo denn, nach meinen stets freundlich aufgenommenen Aprilscherzen der vergangenen Jahre, zuletzt zum angeblichen Fund des Druckstocks des Hesssichen Landboten, der diesjährige Beitrag bleibe.

Er bleibt einer besseren Zeit vorbehalten – geplant war, dies sei angekündigt, der Fund des „Dolchmessers“, das Alexander Büchner Pfingsten 1849 bei sich trug und das seine „stets besonnene” Schwester Mathilde „ins tiefe Gestrüpp” geschleudert hat.

Stattdessen heute nur ein Bild von den wunderschönen Kopfweiden, die in der Büchnerstadt erhalten und gepflegt werden. Sie stehen auf der Halbinsel Kühkopf, zu Georg Büchners Goddelauer Zeit noch auf der linken Rheinseite, heute, nach der Rheinbegradigung von 1829, Teil der Gemarkung des Riedstädter Stadtteils Erfelden.


Walter Renneisen hat einmal darauf hingewiesen, dass genau so der Ort „Freies Feld. Die Stadt in der Ferne“ aussieht, an dem Andres und Woyzeck Stöcke im Gebüsch schneiden. Jetzt, im frühlingshaften Licht und mit frischem grünen Laub eine wahre Idylle, aber in einem feuchten, nebligen und kalten Herbst kann der gleiche Blick Erschreckendes offenbaren. Dann ist es „Still, Alles still, als wär die Welt todt.”

Peter Brunner

von Peter Brunner

„ Die Natur folgt ruhig und unwiderstehlich ihren Gesetzen …” *

Büchnerhaus und Büchnerbühne sind Opfer der Virusprophylaxe – Museum und Bühne sind bis auf weiteres geschlossen.

Auch die Lesung von Lukas Bärfuss, auf die wir uns sehr gefreut haben, mussten wir leider absagen.

Wir wollen versuchen, in den nächsten Tagen unserem Motto mindestens virtuell gerecht zu bleiben:

„BÜCHNER FINDET STATT”


Bitte bleiben Sie uns verbunden – gerne biete ich gerade jetzt an, Beiträge, Hinweise, Recherchen oder Fragen, die uns in Sachen Büchner weiterbringen könnten, hier zu veröffentlichen und zur Diskussion zu stellen.

* Büchner, Dantons Tod II/7 (Saint Just)

Peter Brunner

von Peter Brunner

Adolf Muschg an Büchners Grab

Foto: Brigitta Stahel

2018 haben sich die Stadt Darmstadt und der Förderverein Büchnerhaus darauf verständigt, dass Blumengrüße auf Büchners Grab künftig zum Geburtstag aus dem Geburtsort und zum Todestag aus der Wissenschaftsstadt, in der Georg Büchner aufwuchs, kommen sollen.

Für das Büchnerhaus hat Daniel Rohr, der umtriebige Impressario des Theaters Rigiblick in Zürich, freundlicherweise die Organisation in der Schweiz übernommen.

In diesem Jahr tat er ein Übriges: er konnte den hochgeschätzten und liebenswürdigen Büchnerpreiträger Adolf Muschg gewinnen, zu Büchners Geburtstag ans Grab zu kommen.

 

Im Museum Büchnerhaus läuft das Video „Ein Büchner der Regisseure, Schauspieler, Autoren“. Muschg sagt dort: Büchner war „ein Shakespeare, gekreuzt mit einem unglaublich eleganten lateinischen, griechischen Poeten“.

Unsere Freunde von der BüchnerBühne haben das Video, das Brigitta Stahel vom Theater Rigiblick freundlicherweise für uns aufgenommen hat, hier auf ihrem youtube-chanel eingestellt. 

 

 

Adolf Muschg und Daniel Rohr an Georg Büchners Grab

Peter Brunner

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