Neues aus Buechnerland Peter Brunners Buechnerblog

12.6.2018

Stadtspaziergang zu Luise Büchners 197. Geburtstag

Filed under: Darmstadt,Luise Büchner,Veranstaltung,Volksbildung,Vortrag — Schlagwörter: , , — peter brunner @ 09:32

Zu Luise Büchners 197. Geburtstag treffen sich Mitglieder und Freundinnen der Luise-Büchner-Gesellschaft am 12. Juni um 15 Uhr am neuen Denkmal vor dem „Pädagog” in der Döngesborngasse.

 

Agnes Schmidt, Jutta Schütz und meine Wenigkeit werden mit Berichten, Zitaten und einigen Bildern an die Kinder- und Jugendzeit der Büchners erinnern.

 

Meldebogen der Familie Büchner StadtA Darmstadt, St 12 A Nr. 142/6

 

Anschließend besuchen wir die Gräber von Luise Büchner und anderen Mitgliedern der Familie Büchner auf dem Alten Friedhof.

von Peter Brunner

 

Peter Brunner

Peter Brunner

25.2.2018

„Jetzt hab’ ich’s. Wir feiern die Hochzeit in effigie.”*

Es ist längst bewiesen und steht außer jeder Frage: die Namensgleichheit von Mary Shelleys Menschenschöpfer mit der Burg über der Bergstraße ist zufällig und ohne jede Bedeutung. Die Frage danach allerdings, was aus der Anhäufung von Zellen menschliches Leben macht, wie sich das organisch Entstandene vom künstlich Geschaffenen unterscheidet und welche Grenzen technischer und ethischer Natur auf dem Weg zur künstlichen Zeugung zu überwinden sind, ist auch im Schatten von Burg Frankenstein immer wieder bedacht worden.

Fritz Buechner: Der Frankenstein. Aquarell. Ca. 1925.
(Fritz Büchner war ein Großneffe Georg Büchners, Enkel seines Bruders Wilhelm)

Aus zwei unterschiedlichen Perspektiven richten Büchnerhaus und Luise-Büchner-Gesellschaft in den nächsten Wochen den Blick daher nicht auf den Berg, sondern auf Frankenstein, den modernen Prometheus:

Im Büchnerhaus spricht Professor Dr. Rudolf Drux am 1. März unter dem Titel

„Im Labor des Lebens oder Frankenstein als der moderne Prometheus“

Georg Büchner hat das Thema des künstlichen Menschen in Leonce und Lena aufgegriffen; so weit, das schließlich Automaten sogar „in effigie“, stellvertretend, die Ehe schließen.

Die Gestalt des künstlichen Menschen ist längst aus den Phantasien schreibender und bildender Künstler herausgetreten. Shelleys Frankenstein und Goethes Homunculus entstehen im Labor, aber das heute Machbare übertrifft ihre wildesten Phantasien.

Nicht in der Werkstatt des Künstlers oder in den Werkshallen der Industriebetriebe ist Prometheus anzutreffen, sondern er dürfte heute wohl am ehesten in den Labors der Biotechnologen und Reproduktionsmediziner zu finden sein. Dort werden spezifische menschliche Fähigkeiten technisch nachgebildet und menschliches Leben manipuliert. Diese Entwicklung haben Mary Shelley im Frankenstein (1818) und übrigens auch Goethe in der Homunculus-Szene aus Faust II (1832) literarisch vorweggenommen.

 

Professor Drux war von 1992 bis 1996 Professor für Deutsche Literatur und Kulturwissenschaft an der TH Darmstadt, heute ist er C4-Professor für deutsche Literaturgeschichte an der Universität zu Köln. Das Mitglied der Georg-Büchner-Gesellschaft forscht zu Deutscher Dichtung von der Frühen Neuzeit bis zum Vormärz, Literatur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Motiv- und Stoffgeschichte, historischer Metaphorik (bes. literatur- und technikgeschichtliche Interferenzen), Gattungspoetik (Kasualpoesie, Satire, Nachtstücke, experimentelle Lyrik) und Intermedialität (Wechselbeziehungen zwischen Literatur, Musik und Film).

 

 

Der Benefizvortrag zugunsten des Fördervereins Büchnerhaus findet am

Donnerstag. 1. März um 19 Uhr in Riedstadt-Goddelau, Weidstraße 9 statt. Eintritt 7 €

Seit dem 10. Dezember fährt die Buslinie 40 als „Büchnerlinie“; sie verbindet komfortabel den Hauptbahnhof Darmstadt mit dem Büchnerhaus (Station Goddelau-Rathaus). Hier der link zum aktuellen Fahrplan.

 

 

Am Donnerstag, dem 24. Mai, widmet sich die Luise-Büchner-Preisträgerin Barbara Sichtermann der Biografie der Autorin des „Frankenstein“:

Mary Shelley – Leben und Leidenschaften der Schöpferin des Frankenstein

 

 

Barbara Sichtermann, Autorin zahlreicher Bücher über Frauen, erzählt in ihrer Romanbiografie die spannende Geschichte einer inspirierenden, emanzipierten und starken Frau, die für die Liebe große Risiken eingeht und selbstbewusst ihren Traum vom Schreiben verfolgt.

 

 

 

 

Darmstadt, 24.5., 19 Uhr,  Literaturhaus, Kasinostraße 3
Eintritt: 6 Euro, für Mitglieder der Luise-Büchner-Gesellschaft frei.

 

 

* Büchner, Leonce und Lena, III,3

von Peter Brunner

 

Peter Brunner

Peter Brunner

30.10.2017

„ … habe es nicht leicht, vom Gedicht als Genre her mich in Beziehung zu dem zu setzen, was uns von Georg Büchner überkam”*

Filed under: Büchnerhaus,Darmstadt,Georg Büchner,Veranstaltung — Schlagwörter: , — peter brunner @ 13:19

Am 28.10. überreichte der gerade geschiedene Präsident der Akademie für Sprache und Dichtung, Heinrich Detering, dem Lyriker Jan Wagner den Büchnerpreis 2017.

An anderer Stelle war ich gebeten worden, eine paar Sätze zum Büchnerpreis zu schreiben (der Titel ist nicht von mir …), und dort endete mein Text „Selten haben die Reden beim Büchnerpreis kalt gelassen, und das ist ja vielleicht das Beste, was sich von einer Rede sagen lässt: dass sie nämlich Feuer macht unter dem Kessel der Gedanken. Hoffen wir, dass 2017 der Preisträger Jan Wagner, ein junger Lyriker, mit seinem Beitrag Funken schlägt. Der Georg-Büchner-Preis wird am 28. Oktober verliehen.”

 

Jan Wagner hat mich mit seiner Rede überrascht: abgesehen davon, dass er meint, Georg Büchner habe bis auf die erhaltenen Schülerversuche keine Gedichte geschrieben (wo doch „Rosettas Lied” in Leonce und Lena ganz sicher eines, und kein schlechtes, ist), hat er seinen Büchner gründlich, und, wie er mir in einem kurzen Gespräch nach der Verleihung versicherte, noch einmal ganz und neu, gelesen. Tatsächlich beginnt ja der oft zitierte Eintrag im Stammbuch für den Freund August Stöber „Verse kann ich keine machen”. Wagner ergänzte, einen Reim habe er sich sehr wohl machen können. Und er trug mit Emphase vor, dass Büchner heute gelesen werden muss, dass die Texte dieses Frühvollendeten über zweihundert Jahre frisch und aktuell geblieben sind. In Kürze wird auf der Website der Akademie hier Laudatio und Dankrede verfügbar sein.

Leider hat Jan Wagner wohl niemand auf die schöne Rede aufmerksam gemacht, die Kart Krolow, einer der wenigen Lyriker, die vor ihm Büchnerpreisträger wurden, 1956 hielt.

„Wer Gedichte schreibt, muß zur rechten Zeit Blicke in Zauberspiegel tun von der Art »Leonce und Lena«, auch wer heute moderne Gedichte zu schreiben versucht.”  sagte er da, und schildert Büchners „Komödie”, als wäre sie ein einziges, langes Gedicht.

Krolows beginnt: „Nun bin ich Lyriker und habe es nicht leicht, vom Gedicht als Genre her mich in Beziehung zu dem zu setzen, was uns von Georg Büchner überkam. Aber es scheint mir, daß es auch weniger darauf ankomme, sich auf etwas Bestimmtes im Werke des Dichters Büchner einzulassen als vielmehr dem »Phänomen« sich zu nähern, wie es heute sichtbar ist. Ich möchte Ihnen darum nicht zu ausführlich von meinen persönlichen Erfahrungen mit der Dichtung dieses Mannes, nicht von meinen Büchner-Lektüren erzählen. Allerdings kann ich mich nicht entschließen, über den Eindruck zu schweigen, den mir eine Büchnersche Arbeit gemacht hat, ein Eindruck, der sich mir im Laufe der Zeit immer nachhaltiger verfeinerte. Ich meine »Leonce und Lena«, jenes Stück, das man – wenn man sich rasch verständigen möchte – ein Lustspiel zu nennen gewohnt geworden ist. Ich werde diesen Ausdruck vermeiden, weil er mir zu heikel, zu ungenau, zu wenig individuell zutreffend ist.”

und fährt, als wolle er Wagner damals schon gegen die heute erhobenen Vorwürfe verteidigen:

„ … Wer Gedichte schreibt, muß zur rechten Zeit Blicke in Zauberspiegel tun von der Art »Leonce und Lena«, auch wer heute moderne Gedichte zu schreiben versucht. Er muß sich der Verwandlung durch die leicht gewordene Phantasie überlassen, die ihn unmerklich zu weiteren, heiteren Metamorphosen führen wird. Und er mag sich dabei ohne Scheu mit Leonce fragen: »Bin ich ein Müßiggänger?« Er wird in den Stand versetzt sein müssen, der ihn wie Büchners so zärtlich, so spielerisch erfundenen Prinzen wünschen läßt: »Wer sich einmal auf den Kopf sehen könnte«.”

Wagner kokettiert mit dem Verhältnis von Büchners Werk zu seinem eigenen. Es ist ein schönes Bild dieses Dichters der kleinen Dinge, dass sich in der Botanisiertrommel, die Büchner als Behältnis und Tarnung des Landbotenmanuskriptes nutzte, als er es zum Drucker Preller nach Offenbach trug, vielleicht auch ein Zweig von Aegopodium podagraria, des gemeinen Giersch, den Wagner in seinem bekanntesten Gedicht würdigt, und vielleicht ein Borkenkäfer, den er der Bedichtung wohl ebenfalls würdig findet, gefunden hätte. Büchner, der beides sicher hätte erkennen und bestimmen können, wird so dem aufmerksamen modernen Dichter nah, und dass der meist lästige, wenn auch durchaus wohlschmeckende, wuchernde Giersch dem unerreichten, zum Klassiker gewordenen und doch Aktualität behaltenen Landbotentext zur Seite gestellt wird, ist sein trotziges Manifest.

Schön, dass mein Wunsch, „dass die Reflektionen über Georg Büchners Leben und Werk in einer guten Büchnerpreisrede neu zur Auseinandersetzung mit ihm führen können” von Jan Wagner eingelöst wurde.

Ich habe ihn eingeladen, ebenso wie seine Büchnerpreis-Vorgänger*innen in den nächste Monaten zu einer Lesung ins Büchnerhaus zu kommen, und er hat zugesagt. Darüber freue ich mich sehr.

* Karl Krolow 1956 in seiner Dankesrede zum Büchnerpreis

 

Nachtrag am 31.10.: Der Deutschlandfunk bietet den Mitschnitt der Rede hier zum live anhören und zum download als Podcast.

von Peter Brunner

 

Peter Brunner

Peter Brunner

2.7.2017

Das Herbst-Veranstaltungsprogramm der Luise Büchner-Gesellschaft

Filed under: Büchner,Darmstadt,Feminismus,Lesung,Luise Büchner,Veranstaltung — peter brunner @ 13:41

Freitag, 8. September ab 17 Uhr

Literaturhaus, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt

Kulturfest der Vereine in und vor dem Haus

Die Luise Büchner-Bibliothek ist an diesem Tag von 17 bis 18 Uhr geöffnet.

Infomaterial und Buchgeschenk für Besucherinnen und Besucher

Anschließend wird vor dem Haus mit Musik gefeiert.

Eintritt frei

 

 

 

Donnerstag, 21. September um 18 Uhr

Luise Büchner-Bibliothek im Literaturhaus,

(2. Stock: Bitte an der Tür des Osteinganges klingeln!)

„Ich war glücklich in Gemeinschaft mit dieser liebenswürdigen und geistvollen Frau …“

Luise Büchner und Alice von Hessen und bei Rhein.

Vortrag von Agnes Schmidt, Leiterin der Luise-Büchner-Bibliothek.

Luise Büchners Zusammenarbeit mit Prinzessin Alice (ab 1877 Großherzogin) war ein Glücksfall für Darmstadts Frauenwelt: Vor 150 Jahren gründeten sie zusammen mehrere Frauenbildungsvereine, die für Mädchen und Frauen eine qualifizierte Ausbildung und den Zugang zur Berufstätigkeit ermöglichten. Auf ihre Initiative hin fand im Herbst 1872 die erste Generalversammlung der deutschen Frauenbildungs- und Erwerbsvereine in Darmstadt statt, die weit über Darmstadts Grenzen hinaus Aufsehen erregt hat.

Eintritt frei

 

 

 

Dienstag, 24. Oktober um 19 Uhr

Literaturhaus, Vortragssaal (Kasinostr. 3)

Die Freiheit der Emma Herwegh

Dirk Kurbjuweit liest aus seinem biographischen Roman.

Emma Herwegh (1817 – 1904) war eine Zeitgenossin von Luise Büchner. An der Seite ihres Mannes Georg Herwegh kämpfte sie 1848 in der Badischen Revolution und ging mit ihm ins Exil nach Zürich. Dort schrieb er das Gedicht „Zum Andenken an Georg Büchner, den Verfasser von Dantons Tod“, das mit den Zeilen beginnt:

Die Guten sterben jung,

Und deren Herzen trocken, wie der Staub

Des Sommers, brennen bis zum letzten Stumpf.

Eintritt: 6 Euro, für die Mitglieder der Luise Büchner-Gesellschaft frei.

Gemeinsame Veranstaltung mit der Programmleitung des Literaturhauses im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Kulturregion FrankfurtRheinMain „Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes“

 

 

 

Montag, 30. Oktober um 18 Uhr

Haus der Geschichte – Vortragssaal (Karolinenplatz 3, 64289 Darmstadt)

Vorstellung der Jubiläumsschrift zur Gründung der Alice-Vereine vor 150 Jahren

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Historischen Verein für Hessen

Alice-Frauenvereine für Krankenpflege und Alice- Schulen gab es nicht nur in Darmstadt, sondern auch in anderen Städten des Großherzogtums Hessen-Darmstadt. Frauen aus Gießen, Mainz, Offenbach und Worms haben die Geschichte der Zweigvereine erforscht und stellen ihre Ergebnisse vor.

 

 

 

Freitag, 17. November um 19 Uhr

Literaturhaus, Vortragssaal (Kasinostr. 3)

Britta Böhler (Amsterdam) liest aus ihrem Roman

Der Brief des Zauberers

Die in Freiburg geborene Autorin dieses Thomas-Mann-Romans lebt seit 1991 in Amsterdam, wo sie als Rechtsanwältin und Politikerin tätig ist. Sie war Strafverteidigerin in vielen spektakulären Prozessen. Seit 2012 ist sie Professorin an der Universität von Amsterdam. Der Brief des Zauberers ist ihr erster Roman. Sie schildert darin mit großem Einfühlungsvermögen drei dramatische Tage im Leben von Thomas Mann im Züricher Exil.

Eintritt: 6 Euro,

für die Mitglieder der Luise Büchner-Gesellschaft frei.

 

 

 

Samstag, 25. November um 16 Uhr

Vortragssaal der Universitätsbibliothek (Magdalenenstr. 8, 64289 Darmstadt)

Rollenbilder – Rollenwandel

Perspektiven für Frauen in den Medien

Symposium mit den Trägerinnen des Luise Büchner-Preises für Publizistik:

Bascha Mika (FR), Julia Voss (FAZ), Lisa Ortgies (WDR), Barbara Sichtermann und Barbara Beuys (freie Autorinnen).

Moderation: HR2 Kultur

Medien produzieren und reproduzieren stereotype Bilder und diskriminierende Darstellungen von Frauen – und Männern: von Familienfrauen und Karrierefrauen, Gewaltopfern und Politikerinnen, Migrantinnen und Deutschen, von dicken, dünnen, alten, jungen, lesbischen, intersexuellen, behinderten oder nicht-behinderten Frauen oder Männern. Die Wirklichkeit ist den Mediendarstellungen oft voraus. Doch warum spiegeln sich neue Lebenssituationen, Machtverschiebungen bei den Geschlechtern, ein anderes Rollenverständnis so wenig in den Medien? Kann sich in den Sozialen Medien durch die Vervielfältigung medialer Möglichkeiten auch eine Vervielfältigung von diskriminierenden Frauenbildern verstecken?Über diese Fragen diskutieren Trägerinnen des Luise Büchner-Preises für Publizistik.

Anmeldung: info@luise-buechner-gesellschaft.de oder per Post: Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt 3

 

 

 

Sonntag, 26. November um 11 Uhr

Literaturhaus, Vortragssaal

Verleihung des Luise Büchner-Preises an die Schriftstellerin und Journalistin Barbara Beuys.

Auf ihrer Sitzung am 29. März 2017 hat die Jury des Luise Büchner-Preises für Publizistik Frau Dr. Barbara Beuys zur Preisträgerin des Jahres 2017 gewählt.

Auszug aus der Begründung der Preisvergabe an Frau Dr. Barbara Beuys durch die Jury:

Mit ihren fundierten historischen Arbeiten in journalistisch lebendiger Darstellung leistet Barbara Beuys einen wichtigen Beitrag zur Frauengeschichtsschreibung. Damit steht sie in der Tradition Luise Büchners, für die Schreiben und Reden über Geschichte ein wichtiger Teil ihrer publizistischen Arbeit war. Dies dient weiblicher Selbstvergewisserung ebenso wie dem Wissen darüber, dass Frauen einen unersetzlichen Anteil daran haben, Türen zum besseren Verständnis der Welt zu öffnen.

An die Mitglieder der Luise Büchner-Gesellschaft werden Ende Oktober gesonderte Einladungen für das Symposium und die Preisverleihung verschickt.

 

 

 

Sonntag, 10. Dezember (2. Advent) ab 15 Uhr

Morgen kommt die Weihnachtsfrau

16 – 17 Uhr: Lesung mit Musik

Die Berliner Verlegerin Brigitte Ebersbach hat zusammen mit ihrer Kollegin Sascha N. Simon „etwas andere“ Weihnachtsgeschichten gesammelt als gewohnt. Die durchweg lustigen Texte von Vicki Baum, Lily Brett, Doris Dörrie u.a. werden von Jutta Schütz gelesen.

Die Lesung wird von Susanne Hardick musikalisch begleitet. Als Solistin begeistert die deutsch-niederländische Pianistin Susanne Hardick seit Jahren auch das Darmstädter Publikum. Als Gründerin und Leiterin der Musikakademie Darmstadt bietet sie zusammen mit ihrem dynamischen jungen Team einen hochgradigen Unterricht in allen Musikrichtungen an.

Vor und nach der Lesung werden Textilarbeiten von Schülerinnen und Schülern der Alice-Eleonoren-Schule gezeigt und verkauft.

Eintritt frei

Info: LUISE BÜCHNER-GESELLSCHAFT e. V. ● KASINOSTR. 3 ● 64293 DARMSTADT ●

Tel.: 06151/599 788 (AB) • Internet: www.luise-buechner-gesellschaft.de

Email: info@luise-buechner-gesellschaft.de4

 

 

von Peter Brunner

 

 

 

 

 

Peter Brunner

Peter Brunner

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4.6.2017

Eingeweiht: Das Denkmal für Luise Büchner

Filed under: Büchner,Darmstadt,Feminismus,Luise Büchner — Schlagwörter: — peter brunner @ 12:58

Pünktlich zum 150 Jubiläum der Gründung der Darmstädter Frauenvereine konnte die Luise Büchner-Gesellschaft das Denkmal für Luise Büchner übergeben.

Fast zwei Jahre lang haben Planung und Finanzierung gebraucht, und die Beteiligten sind einig, so bald kein weiteres Denkmal in Angriff zu nehmen. Allerdings haben mehere Rednerinnen bei der Einweihung einerseits darauf hingewiesen, dass weitere bedeutende Mitglieder der Familie, darunter zuallererst Georg Büchner, noch immer nicht angemessen gewürdigt werden, dass der schöne kleine Platz vor dem Darmstädter Pädagog noch weitere Denkmale vertragen könnte und, nicht zuletzt, dass das Verhältnis von Männer- zu Frauen-Denkmalen in Darmstadt noch immer ausgesprochen schlecht ist.

Warten wir’s also ab.

 

 

                                              

 

Barbara Dieckmann: Tonmodell und der gegossene Bronzekopf

 

 

Agnes Schmidt (links), Claus Netuschil (rechts) bei einem der vielen Termine mit Ruth Andres in der Steinmetz-Werkstatt

 

                                    

 

Letze Vorarbeiten – kein Zufall: Zwei Steinmetzmeisterinnen – Ruth Andres und Margit Busch. Nicht im Bild ist Judith Quartier, die die Schriften in den Stein schlug.

                             

Ansprachen und Enthüllung:  Agnes Schmidt, Luise Büchner-Gesellschaft, Edda Feess, Frauenbüro Darmstadt, Stadträtin Barbara Akdeniz, Oberbürgermeister Jochen Partsch und der Leiter der Alice-Eleonoren-Schule, Thomas Worringen

 

  

Musik und Text von der fabelhaften Büchnerbande – Thomas Heldmann, Jürgen Queißner, Reiner Lenz, Heiner Dieckmann und Petra Bassus

Hans Sarkowicz, hr2, mit Peter Brunner

                                

 

Ute M. schreibt mir, es sei gar nicht zu sehen,  wie viele Interessierte  gekommen waren. Sie  meint, achtzig waren es bestimmt. Sie hat Recht:

 

 

 

von Peter Brunner

Peter Brunner

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