Peter Brunners Buechnerblog

Kategorie: Büchnerhaus (Seite 1 von 9)

Die quote signs von Mahdi Ehsaei sind da!

2013 hat Mahdi Ehsaei als Student der Hochschule für Gestaltung in Darmstadt zwei eindrucksvolle und vielschichtige Beiträge zum Festival Büchner 200 erarbeitet:

„Quote signs“

und

„Listening station“

(die links führen zu seinem Webauftritt mit Bildern und Erläuterungen)

Ich habe hier in meinem kritischen Rückblick auf die Büchner 200-Aktivitäten davon berichtet.

Im Dezember 2018 konnte er dann mit der freundlichen Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst in einem Vortrag im Büchnerhaus über seine Arbeit berichten. Dabei hat er versprochen, uns seine beiden Werke zu überlassen, und heute brachte er die eigens für das Büchnerhaus angefertigten „quote signs“ vorbei

Meine Wenigkeit mit Büchnerscher Klarheit

In den nächsten Wochen werden wir die Schilder rund ums Büchnerhaus aufstellen – und bald auch die listening station!

Ich sage oft, Büchners Worte sind wie mit Hammer und Meissel geschrieben – hier sind sie eingebrannt!
Hof und Garten am Büchnerhaus

Peter Brunner

von Peter Brunner

Vater Büchner und der Weltgeist zu Pferde

Peter Brunner

von Peter Brunner

Im Videochannel der BüchnerBühne auf Youtube steht hier der zweite Teil meiner kleinen Videobeiträge aus dem BüchnerHaus online .

Weitere Beiträge (und ich habe eine Vormerkliste für ca 55 ….) werde ich hier nicht mehr einzeln ankündigen; sehen Sie gerne regelmäßig bei YouTube vorbei oder, besser, abonnieren Sie den Channel. In der Blogroll hier rechts steht jetzt auch ein dauerhafter Link dorthin. 

Wie immer freue ich mich über Kritik, Anregungen, Fragen usw hier, beim Video oder per Mail

Büchner findet statt!

Das Museum in Georg Büchners Geburtshaus im Riedstädter Stadtteil Goddelau muss vorläufig geschlossen bleiben – die Enge in den Ausstellungsräumen des historischen Fachwerkhauses lässt Besuche unter den vorgegebenen Sicherheitsabständen einfach nicht zu.

 

Museumsleiter Peter Brunner hat sich daher vorgenommen, in Videobeiträgen aus der Vielfalt des Museumsangebotes zu berichten. Er beginnt mit der Biographie von Georg Büchners Vater. Die Reihe soll fortgesetzt werden (und er wird dabei gerne auf Fragen und Hinweise reagieren).

Hier geht es zum ersten Beitrag – über Georg Büchners Vater Ernst Büchner.

Peter Brunner

von Peter Brunner

„ Die Natur folgt ruhig und unwiderstehlich ihren Gesetzen …” *

Büchnerhaus und Büchnerbühne sind Opfer der Virusprophylaxe – Museum und Bühne sind bis auf weiteres geschlossen.

Auch die Lesung von Lukas Bärfuss, auf die wir uns sehr gefreut haben, mussten wir leider absagen.

Wir wollen versuchen, in den nächsten Tagen unserem Motto mindestens virtuell gerecht zu bleiben:

„BÜCHNER FINDET STATT”


Bitte bleiben Sie uns verbunden – gerne biete ich gerade jetzt an, Beiträge, Hinweise, Recherchen oder Fragen, die uns in Sachen Büchner weiterbringen könnten, hier zu veröffentlichen und zur Diskussion zu stellen.

* Büchner, Dantons Tod II/7 (Saint Just)

Peter Brunner

von Peter Brunner

Die nächsten Veranstaltungen im Büchnerhaus

„Kleidung, Freiheit, Identität“ heißt die Überschrift zu Veranstaltungen des Zusammenschlusses „Geist der Freiheit“ in der Kulturregion Frankfurt[BP1] , bei dem das Büchnerhaus mitarbeitet.

Zum Thema spricht am

Donnerstag, dem 5. März 2020 um 19 Uhr in der Kunstgalerie am Büchnerhaus

Elsbeth Wallnöfer (Wien):

Elsbeth Wallnöfer
(c) privat

„Geziert mit rother Jakobiner-Mütze, Im Polen-Rock, schritt stolz er durch die Strassen“

Kleidung als Programm – von Georg Büchner bis Carola Rackete

Kleidung ist viel mehr als nur den klimatischen Gegebenheiten angepasste Körperbedeckung. Vom Hermelin des Herrschers bis zur Parka der „68er“, vom „Polenrock“ als Ausdruck der Sympathie mit den polnischen Aufständischen von 1833 bis zum „Pali-Tuch“ der rebellischen europäischen Jugend hat sie stets Haltung vermittelt. Elsbeth Wallnöfer begibt sich auf die Spuren unserer Kostümierung und bietet Orientierung im Kleiderschrank der Widerspenstigen.

Elsbeth Wallnöfer (Jahrgang 1963) ist Volkskundlerin und Philosophin. Sie beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema Heimat und forscht zum Phänomen der Tracht. Daraus ergaben sich zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt erschien „Heimat – Ein Vorschlag zur Güte“ (Haymon-Verlag).

Karten gibt’s im Vorverkauf über unseren Partner Reservix

Und auch 2020 kommt der vorjährige Büchnerpreisträger ins Büchnerhaus –

Lukas Bärfuss liest

vorerst nicht

auf der BüchnerBühne in Riedstadt-Leeheim –

wegen der Virusprophylxe mussten wir alle Veranstaltungen und die Museumsöffnung bis vorerst zum 30. April einstellen.

Lukas Bärfuss
(c) Stefano di Marchi

Es ist zur guten Übung geworden, dass die Büchnerpreisträger*innen des Vorjahres auf Einladung der Büchnerstadt Riedstadt Georg Büchners Geburtshaus besuchen und dort eine Lesung abhalten.

2020 gibt es gleich zwei gute Gründe dafür, dass die Lesung nicht in der Kunstgalerie am Büchnerhaus, sondern auf der BüchnerBühne stattfindet: Haus und Bühne kooperieren künftig eng miteinander und koordinieren daher ihre Veranstaltungen systematisch. Daher wird Lukas Bärfuss am Nachmittag vor der Lesung das Büchnerhaus zu besuchen und die spätere Lesung dann in Leeheim zu halten. Darüber hinaus ist Lukas Bärfuss ein wichtiger Theaterautor, und wo sollte der auftreten, wenn nicht auf den Brettern, die die Welt bedeuten?

In seiner Rede zum Büchnerpreis hat Bärfuss Büchner an einem zentralen Punkt getroffen und abgeholt. Er sagte: „Und es ist diese Frage, die mich mit Georg Büchner verbindet. Was das denn sei, was in uns lügt, stiehlt, hurt und mordet, fragt der Revolutionär Georges Danton, …Aber nein, so weit sollten wir seither gekommen sein seit Büchner, dieses »das« in jener Frage, es ist nicht in uns, es ist zwischen uns, vor uns, es ist da, man kann es lesen, man kann es hören, es ist in den Beschlüssen, den Anordnungen, den Dienstvorschriften, den Funktionszusammenhängen, den Einreiseformalitäten, den Fahrplänen, den Beförderungsbestimmungen.“

Kaum eine Stelle in Büchners Werk drückt so sicher auch seine eigene Haltung aus und führt uns so nahe in seine Werkstatt: bevor Danton die Frage stellt, stellt sie Büchner selbst, seine Lebensfrage, im Brief an die Geliebte. Er zitiert sich selbst, wenn er Danton das fragen lässt, und die Frage hat weder den Dichter noch den Naturwissenschaftler je losgelassen.

Lukas Bärfuss, 1971 in Thun in der Schweiz geboren, ist Autor von 25 Stücken, drei Romanen und einigen Essays und Erzählungen. Der Büchner-Preis-Juror Ernst Osterkamp sagte über ihn: „Er ist jemand, der mit äußerster Sensibilität insbesondere die politischen Entwicklungen und das sind vor allen Dingen auch mediale Entwicklungen in seinem Heimatland, in der Schweiz, beobachtet und sie mit einer gewissen Fähigkeit zur stilistischen Rücksichtslosigkeit zu kommentieren in der Lage ist.“

Hier gibt’s (noch) Eintrittskarten


 [BP1]

Peter Brunner

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